Halbinsel von Sorrent

Highlights & Sehenswertes

Aktivitäten
Landschaft
Bauwerke
Museen
Ortsbild
Touren
Gesundheit
Veranstaltungen
Einkaufen
Gastronomie
Unterkünfte
Camping
Tankstellen
Ladestationen
Service
ADAC vor Ort
Ravello, Villa Cimbrone
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Villa Cimbrone

Ravello
Von der Piazza del Duomo führen enge Gässchen zu einem spektakulären Aussichtspunkt. Die mit Reproduktionen antiker Büsten geschmückte »Terrasse der Unendlichkeit« (Terrazza dellinfinito) im Park der Villa Cimbrone scheint über dem Abgrund zu schweben und jeden Augenblick zum Meer hin abzuheben. So schön und romantisch der Park ist, die 1904 errichtete Villa, heute ein exklusives Hotel, wirkt mit ihrem schaurigen Stilgemisch lediglich skurril. Auch wenn sie, wie eine Gedenktafel verrät, anno 1938 der Filmgöttin Greta Garbo und dem Dirigenten Leopold Stokowski als Liebesnest diente.
Ravello, Villa Rufolo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Villa Rufolo

Ravello
Mitte des 19. Jh. erwarb der Schotte Sir Francis Neville Reid die Ruinen der Villa der Patrizierfamilie Rufolo gegenüber der Kathedrale und ließ sie in orientalisch-romantischem Stil teilweise wieder aufbauen. Vor allem der prachtvolle Park der Villa Rufolo hatte es Richard Wagner angetan, der auf seiner Italienreise hier die Inspiration zu Klingsors Zaubergarten in seiner Oper ›Parsifal‹ fand. Verzaubert werden Besucher heute noch, berauscht vom Duft unzähliger Blüten und hingerissen vom unglaublich schönen Ausblick auf Küste und Meer. Im Sommer erklingen auf der großen Terrasse des Gartens prominent besetzte Konzerte.
Positano, Santa Maria Assunta
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Santa Maria Assunta

Positano
Oberhalb der Marina Grande von Positano leuchtet die Majolikakuppel der Kirche Santa Maria Assunta. Ihren Campanile ziert ein uraltes Relief mit einem Seeungeheuer, den Hauptaltar eine byzantinische Ikone. Ganz in güldene Gewänder gehüllt steht die ›Maria Regina di Positano‹ mit dem Christuskind auf dem Arm. Eine Legende besagt, dass die Ikone im 12. Jh. während des Bilderstreits aus Konstantinopel floh. Als ihr Schiff hier anlangte, forderte sie den Steuermann mit dem Ruf: ›Posa, Posa!‹ auf, sie abzusetzen.
Amalfi, Costiera Amalfitana
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Strada Amalfitana

Amalfi
Die 1889 eröffnete Panoramastraße Strada Amalfitana (für Wohnmobile und Gespanne gesperrt) schlängelt sich auf kühner, kurvenreicher Trasse entlang der Traumküste Costiera Amalfitana. Mit ihren steilen, malerisch zerklüfteten Felsen, grünen Bergrücken und blumenumrankten Orten über tiefblauem Meer gehört die Küste heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Conca dei Marini, Grotta dello Smeraldo
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Grotta dello Smeraldo

Conca dei Marini
Für alle, die es nicht zur Blauen Grotte nach Capri schaffen, gibt es eine Alternative, die Grotta dello Smeraldo bei Conca dei Marini. Sonnenlicht fällt unterhalb der Wasseroberfläche in die kleine Höhle und taucht sie in smaragdgrünes Licht. Über eine Treppe oder einen Aufzug gelangen Besucher von der Strada Amalfitana zum Bootsableger, mit Ruderbooten geht es dann hinein in die Grotte. Trotz beeindruckendem Naturschauspiel kommt romantische Stimmung eher nicht auf, dafür ist der Trubel auch hier viel zu groß. Die Grotta dello Smeraldo ist auch mit dem Schiff von Amalfi oder Positano aus zu erreichen.
Amalfi, Duomo Sant'Andrea
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Duomo Sant'Andrea

Amalfi
Als Zeichen der einstigen Größe und Bedeutung von Amalfi glänzt der Dom Sant’Andrea mit dem 1066 in Konstantinopel gegossenen Bronzetor und den Reliquien des Apostels Andreas. Der um 840 gegründete Bau wurde im 11. Jh. um vier weitere Kirchenschiffe vergrößert und im Jahre 1203 im arabisch-normannischen Stil umgestaltet. Eine imposante Freitreppe mit 62 Stufen führt von der Piazza del Duomo zur bunten, im 19. Jh. entstandenen Fassade hinauf. Von besonderem Reiz ist der angeschlossene Chiostro del Paradiso. Der Paradies-Kreuzgang wurde 1266 als Nobelfriedhof mit zierlichen, ineinander verwobenen arabischen Spitzbögen gebaut. Er umschließt einen verwunschenen kleinen Garten.
Sorrento, Museo Correale di Terranova
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Museo Correale di Terranova

Sorrento
Das Privatmuseum im Palazzo Correale präsentiert auf vier Etagen Möbel, feine Porzellanarbeiten und Uhren. Von besonderem Interesse sind die Werke flämischer Meister wie Rubens, Van Kassel, Grimmer und Sweerts.
Sorrento, Duomo dei Santi Filippo e Giacomo
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Duomo dei Santi Filippo e Giacomo

Sorrento
Der aus dem 15. Jh. stammende Dom kann mit seinem beeindruckenden Campanile mit vier antiken Säulen aufwarten. Der erzbischöfliche Thron aus erlesenem Marmor geht auf das Jahr 1573 zurück. Der hölzerne Chor mit wunderschönen Intarsien wurde von sorrentinischem Handwerkern gefertigt.
Ravello, San Pantaleon
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

San Pantaleon

Ravello
Stolz verweist die herrliche Kathedrale San Pantaleon aus dem 11. Jh. mit einem Bronzetor (1179) des berühmten Apuliers Barisano da Trani auf die Glanzzeit des Ortes. Das Innere des dreischiffigen romanischen Gotteshauses dominiert eine prunkvolle Kanzel, ein Meisterwerk (1272) des Nicolo di Bartolomeo aus Foggia. Höchst lebendig wirken die sechs Löwen, auf denen gedrehte, mit Mosaiken und Skulpturen verzierte Säulen ruhen, die ihrerseits wiederum die ebenso reich geschmückte Empore tragen. Auf dem gegenüber liegenden Ambo (1130), einem erhöhten steinernen Lesepult, wird auf einem grün-gold glitzernden Mosaik Jonas von einem Ungeheuer verschlungen, das freilich nur wenig Ähnlichkeit mit einem Wal hat. Dem Dom ist das Dommuseum angeschlossen.
Castellammare di Stabia
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Castellammare di Stabia

Castellammare di Stabia
Das antike Stabiae, das mit seinen vornehmen Villen beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 verschüttet wurde, war für seine Heilquellen ­berühmt. In der heutigen Hafenstadt Cas­tellammare di Stabia sprudeln sie noch immer, die Thermen jedoch sind geschlossen.  Eine Attraktion sind zwei, im 18. Jh. bei Ausgrabungen am Monte Varano ent­deckte römische Landsitze. Die Villa di San Marco, eine der größten Anwesen Kampaniens, umfasste große Säle, Thermen, Wandelhallen und Gärten. Die Villa di Arianna begeistert mit Wandmalereien von lyrischer Zartheit, darunter die Darstellung der Ariadne, die auf Naxos von Theseus verlassen wird. Das berühmte Wandbild der Primavera di Stabiae, der blumenstreuenden Göttin des Frühlings, verwahrt heute das ­Museo Archeologico in Neapel.
Ravello
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Ravello

Ravello
Durch das enge Drachental (Valle del Dragone) vom Meer getrennt, thront Ravello malerisch auf einem 350 m hohen Felssporn. Orienthandel und kluge Bündnispolitik bescherten einst Wohlstand. An die Glanzzeiten erinnert der Duomo San Pantaleon aus dem 11. Jh. mit einer bilderreichen Bronzetür (1179) von Barisano da Trani. Das Innere dominiert eine reliefgeschmückte Kanzel aus dem 13. Jh. von Nicolo di Bartolomeo aus Foggia. Sechs Löwen tragen ihre gedrehten, mit Mosaiken verzierten Säulen. Den Ambo, die Lesekanzel von 1130, ziert ein Mosaik mit Jonas, der statt von einem Wal von einem Seeungeheuer verschlungen wird. Nahebei lädt Villa Rufolo mit dem maurischen Hof zum Ausblick über die Küste ein. Das Panorama, gerahmt von Kopien antiker Büsten, lockt auch auf die Terrazza dell’Infinito im Giardino Cimbrone.
Amalfiküste
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Amalfiküste

 
Amalfi, Positano, Ravello – bei diesen Orten kam schon Goethe ins Schwärmen. Heute gehört die Amalfiküste in jedem Kampanien-Reiseführer zu den absoluten Highlights. Wer den kurzen Küstenabschnitt mit dem Auto abfahren möchte, braucht zwar etwas Geduld und viel Gelassenheit, wird aber mit einzigartigen Panoramen belohnt. Routenplaner für die Amalfiküste: Wo ist es am schönsten? Die Amalfiküste gehört unbestritten zu den weltweit schönsten Küstenabschnitten. Nur etwa 40 km ist die Costiera amalfitana, wie sie auf Italienisch heißt, lang, doch diese haben es in sich. Hier auf der Sorrentinischen Halbinsel liegen berühmte Urlaubsorte wie Amalfi , Sorrent, Positano, Ravello, Minori und Praiano. Die schmale Küstenstraße führt direkt am Meer entlang und ist oft so eng, dass entgegenkommende Autos sich fast berühren. Das sollte man bei der Planung der Route mit Maps bedenken. Amalfiküste: Reisetipps für Kampanien Ein Blick auf die Karte der Amalfiküste reicht aus, um zu verstehen, dass es hier schnell eng wird. Daher lohnt es sich, die Panoramastraße in den frühen Morgenstunden abzufahren. Von Positano aus geht es Richtung Salerno vorbei an spektakulären Felswänden, der Insel Capri und jeder Menge Zitronenbäume. Nicht direkt am Meer, sondern etwas oberhalb der Küstenstraße, liegt Ravello . Der malerische Ort ist vor allem für seine zahlreichen Aussichtspunkte und die herrlich gelegene Villa Rufolo berühmt. Ausflugsziele in der Umgebung Schaut man auf die Karte der Amalfiküste, weiß man gar nicht, was man sich im Urlaub zuerst anschauen soll. Nur 40 km entfernt liegt die Stadt Neapel mit ihrer charakteristischen Altstadt, ihren trutzigen Burgen und dem weltberühmten Archäologischen Museum. Ein absolutes Muss für Kunst- und Kulturliebhaber ist der Besuch der antiken Stadt Pompeji. Einen grandiosen Ausblick auf den Golf von Neapel und die Inseln Capri und Ischia genießt man vom Kraterrand des Vesuvs.
Positano
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Positano

Positano
Positano an der italienischen Amalfiküste ist ein Kleinod unter den Orten der Region. Ein Grund dafür ist die spektakuläre Küstenlandschaft, die Positano umsäumt. Schon die Anfahrt mit dem Auto über die legendäre Küstenstraße ist ein echtes Erlebnis. Hier ist der Weg für Reisende tatsächlich das sprichwörtliche Ziel. Reisetipps für Positano: Städte an der Küste Andere Orte an der Amalfiküste mögen mit mehr Sehenswürdigkeiten aufwarten. Für viele Reisende aber ist Positano mit seinen engen Gassen und historischen Gebäuden selbst die Hauptattraktion. Sogar in der Nebensaison sind die Straßen oft überfüllt. Das gilt ebenso für die beiden Strände der Stadt: den Spiaggia Grande und den etwas kleineren Strand von Fornillo. Die meisten Badegäste kommen im Urlaub nicht nur wegen der Familienstrände hierher, sondern auch wegen der beeindruckenden Kulisse der Steilhänge mit ihren kleinen Häusern. Die Wassertemperatur liegt im Sommer zwischen 24 und 29 °C. Mit ADAC Maps eine Route planen durch Positano Ohne Routenplaner für Positano verläuft man sich relativ schnell in den verwinkelten und engen Gassen, die zudem von steilen Treppen unterbrochen sind. Die Bucht wird von Hängen eingerahmt, die zum Großteil bebaut sind. Entsprechend empfehlen sich feste und bequeme Schuhe. Überhaupt bewegt man sich in der Stadt am besten zu Fuß auf der Reise, denn mit dem Auto kommt man hier nur schwer voran. Zu den touristischen Highlights zählt die Kirche Santa Maria Assunta, deren großer Vorplatz ein beliebter Aussichtspunkt auf das Meer ist.
Amalfi
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Amalfi

Amalfi
An der Costiera Amalfitana öffnet sich ein Tal im Schatten gewaltiger Bergkegel. Hier liegt die Hafenstadt Amalfi, die älteste Seerepublik Italiens. Sie war ab dem 10. Jh. mächtige Rivalin von Genua, Pisa und Venedig. Ihre Kriegsflotte besiegte die Sarazenen, ihre Handelsschiffe brachten Gewürze, Teppiche und Seide aus dem Orient. Glanzvoll und prächtig ist der Duomo SantAndrea aus dem 11. Jh. Über einer steilen Freitreppe ragen Fassade und Campanile auf, geschmückt mit Majolika, Mosaiken und geometrischen Mustern im arabisch-normannischen Stil. Das Hauptportal mit einer um 1066 in Konstantinopel gegossenen Bronzetür führt ins barockisierte Innere. Die 1208 aus Patras überführten Gebeine des hl. Andreas ruhen in der Krypta, die durch den Chiostro del Paradiso (1268) zugänglich ist, einen Kreuzgang mit spitzbogigen Arkaden im orientalischen Stil. Dem arabischen Einfluss verdankt Amalfi auch die Kunst der Papierherstellung. Die Seerepublik war eine der ersten Städte Europas, in denen Büttenpapier geschöpft wurde. Das Museo della Carta zeigt alte Geräte und dokumentiert die Herstellung.
Halbinsel von Sorrent entdecken
ADAC Informationsservice - Bleiben Sie auf dem Laufenden
Mehr Infos zur Einwilligung
ADAC Tourmail - aktuelle Infos zum Urlaubsstart.
Tourmail bestellen

Erlebnisse in der Nähe

Angebote für unvergessliche Momente
Praktischer Pizza- und Gelato-Kochkurs mit Blick auf Positano
ab 129,00 €
Jetzt buchen
2024020865c4c2e6e04f3.jpg
ab 179,00 €
Jetzt buchen
2024020965c64a754539d.jpg
ab 159,00 €
Jetzt buchen
2024020965c6500ea141f.JPG
ab 189,00 €
Jetzt buchen
2026030269a5cff6375c3.jpg
ab 160,00 €
Jetzt buchen
Sonnenuntergang und Schnorcheln kleine Gruppe Tour von Positano
ab 85,00 €
Jetzt buchen
20231228658d8ca0a5772.jpeg
ab 149,00 €
Jetzt buchen
20231123655f21f4038f6.jpg
ab 129,00 €
Jetzt buchen
2025082868b018d22c59a.jpeg
ab 830,00 €
Jetzt buchen
Mozzarella Fior di Latte-Erlebnis auf der Halbinsel von Sorrent mit Verkostung
ab 70,00 €
Jetzt buchen
Sechsstündiger privater Bootsausflug in Capri ab Amalfi
ab 1.090,00 €
Jetzt buchen
Besichtigung der Limoncello-Fabrik und Verkostung im Zentrum von Amalfi
Private Führung mit einem lokalen Guide durch Amalfi
ab 40,00 €
Jetzt buchen
Amalfiküste Kleingruppenreise ab Amalfi
ab 149,00 €
Jetzt buchen
2022042562664f1b2371a.jpg
ab 140,00 €
Jetzt buchen
Pompeji-Kleingruppentour ab Amalfi mit Tickets ohne Anstehen
ab 220,00 €
Jetzt buchen
Exploring Ravello.jpg
ab 255,00 €
Jetzt buchen
20260130697d2c6c610e5.jpg
ab 90,00 €
Jetzt buchen
Pizzakurs in einem Zitronenhain am Meer in Meta di Sorrento
ab 90,00 €
Jetzt buchen
bokun-346311-1980897
ab 69,00 €
Jetzt buchen
Luxuriöses privates Argillarium-Erlebnis mit 50-minütiger Massage
ab 480,00 €
Jetzt buchen
Spa Argillarium Basiserlebnis ohne Massage
ab 70,00 €
Jetzt buchen
2025030167c2dfec73e33.jpg
ab 340,00 €
Jetzt buchen
Spa-Argillarium-Erlebnis mit 30-minütiger Massage
ab 125,00 €
Jetzt buchen
Geführte Besichtigung des Zitronenhains Il Pizzo Garden mit Verkostung
ab 50,00 €
Jetzt buchen

Orte und Regionen in der Umgebung

ADAC Drive App
ADAC Drive – Tanken, Laden, Weiterfahren
Jetzt installieren
ADAC KI-Reiseassistent: Reisefragen einfach klären
Mehr erfahren
Mitgliedschaft
Jetzt ADAC Mitgliedschaft weiterempfehlen und 35€ Prämie sichern!
Jetzt Prämie sichern!

Reiseführer-Themen

Ausgrabungen in Pompeji: Schöner Wohnen und Baden in der Antike

Wer durch die Ruinen der beiden römischen Städte Pompeji und Herculaneum schlendert, findet eindrucksvolle ­Spuren ­einer systematischen Stadtplanung, eines differenzierten Gemeinwesens und eines behaglichen Lebensstils. Doch liegt es auf der Hand, dass sich Wohnbauten mit allem Komfort ­damals nur die sehr wohlhabende Oberschicht leis­ten konnte. Die Patri­zier lebten in romantisch kom­po­nierten Raumfluchten voller Kunst, Luxus und technischen Raffinessen, wie die Ruinenstädte im Schatten des Vesuv noch heute eindrücklich bezeugen.  Während die Majorität der römischen Bürger in einfachen Häusern oder Mietskasernen wohnte, wechselten Senatoren, Feldherren und Kaiser ihre Residenzen mit den Jahreszeiten. Im Winter blieb man im Stadthaus, dem Domus, im Sommer vergnügte und entspannte man sich auf dem Landgut in der luxuriös ausgestatteten Villa rustica.  Römischer Lebensstil bedeutete auch, ein einmal bewährtes System kaum mehr zu variieren. Das galt für öffentliche Gebäude ebenso wie für Nobelresidenzen. Deswegen sind so gut wie alle Wohngebäude nach einem ähnlichen, denkbar einfachen Schema errichtet worden. Auf der einen Seite eines zentralen Innenhofs, des Atriums, lagen die Herrschafts- und Repräsentationssäle, auf der anderen reihten sich die Wirtschaftsräume und Kammern für das Hauspersonal. Dem überdachten Atrium, das durch eine Öffnung in der Mitte Licht erhielt, wurde ab dem 2. Jh. v. Chr. ein Hof mit Säulenumgang (Peristyl) und Garten angegliedert, in dem der Hausherr im Freundeskreis zu lustwandeln pflegte. Um das Peristyl gruppierten sich Speise-, Schlaf- und Gästezimmer, ein Kult­raum mit Altar für die Hausgötter und die Thermen. Zur Ausstattung ­römischer Badeanlagen gehörte stets ein kaltes (Frigidarium), ein lauwarmes (Tepidarium) und ein heißes Wasserbecken (Caldarium) mit Dampf­bad. Brennöfen und Heizräume (Hypokaustum) unter den Fußböden sorgten für Wärme. Die Säle, Gärten, Thermen und Privatgemächer waren häufig mit Darstellungen der antiken Mythologie und Szenen aus der alltäglichen Lebenswelt geschmückt. Farbenfrohe Wandmalereien, kostbare Mosaikfußböden und meisterhafte Skulpturen belebten das Ambiente. Die Götter- und Heldentaten, die Schilderungen von Sport und Spiel, Fischfang und Jagd, Liebe und Eros dienten der Kontemplation und Selbstdarstellung.
Mehr erfahren

Geschichte: Magna Graecia - griechische Einflüsse in Süditalien

Ab dem 8. Jh. v. Chr. gründeten griechische Kolonisten Städte in Süditalien und prägten die Region mit ihrer Kultur so sehr, dass man sie bald Großgriechenland, Magna Graecia, nannte. Die griechischen Kolonisten fanden an den Küsten Süditaliens bessere Lebensbedingungen vor als in ihrer Heimat. In Kalabrien und der Basi­li­kata gründeten sie Städte wie Rhe­gion (Reggio Calabria), Sybaris (Sibari), Kroton (Crotone), Krimisa (Cirò), Lokroi Epizephyrioi (Locri) und Metapontion (Metapont).  Jede Polis war unabhängig und die Bürgerschaft selbst­bestimmt. Die Städte waren durch eine Ummauerung gesichert, ihr Zen­trum bildete die Agora, der Versammlungsplatz. Dieser war umgeben von Ratsgebäuden, Theatern und Tempeln. Wohnhäuser, Werkstätten, Brennöfen und Brunnen gehörten ebenfalls zum Stadtbild, wie archäologische Ausgrabungen bezeugen.  Einer der Griechen, der seine Heimat verließ, war Pythagoras. Er zog um 530 v. Chr. von der Insel Samos nach Kroton und hatte bald Schüler und Anhänger in ganz Süd­italien. Die Pythagoräer waren von der zahlenbasierten harmonischen Ein­heit der Welt überzeugt, strebten nach Harmonie in Leben und Gesellschaft. Ihr Leitgedanke war der Einkang von Mensch, Tier und Natur. Pythagoräer aßen kein Fleisch, brachten keine Tieropfer dar, verzichteten auf jeden Luxus. Als sie sich nach dem Sieg über ­Sybaris 510 v. Chr. gegen die Demokratisierung stellten – sie waren Anhänger der aristokratischen Oli­garchie und glaubten an Eintracht und Frieden durch Stabilität – mussten sie Kroton verlassen und gingen nach Me­ta­pont. Die Magna Graecia wurde damals Keimzelle der Philosophie, die Pythagoräer beeinflussten große Denker wie Platon, Aristoteles und He­ro­dot.  Im Laufe der Zeit gerieten die Griechenstädte in Konflikt mit italischen Völkern, mit Bruttiern, Lukaniern und Samniten. Das Römische Reich bot seine Hilfe an und konnte, auf Kosten der reichsten und mächtigsten Kolonie Taras (heute Tarent in Apulien), im 3. Jh. v. Chr. seinen Einfluss im Süden ausbauen. Nach dem Pyrrhischen Krieg (280-275 v. Chr.) eroberten die Römer das gesamte Gebiet der Magna Graecia. In den Folgejahren wurden Bevölkerung und Verwaltung romanisiert, die griechische Sprache wurde von Latein verdrängt.  Ab dem 6. Jh. gewann die griechische Kultur allerdings erneut an Einfluss in Süditalien. Rossano in der Sila Greca entwickelte sich zum ­Zentrum griechischsprachiger, lose organisierter orthodoxer Mönche. Viele der Basilianer­ genannten Glaubensbrüder lebten in Klöstern, gehörten aber keinem Orden an. Neue Basilianerklöster entstanden sogar noch während der Normannenzeit. Im 13. Jh. begann der wirtschaft­liche Niedergang, und da keine ­Erholung einsetzte, gaben die Ba­si­lianer im 16. Jh. den griechischen Ritus auf und übernahmen die Ordensregeln der Benediktiner.  Ein Zeugnis dieser Kultur, die griechisch-kalabrische Sprache, einst weitverbreitet, beschränkt sich heute auf Dörfer im Aspromonte wie Bolvo, Roghudi und Gallicianò.
Mehr erfahren

Beliebte Regionen und Orte

Halbinsel von Sorrent