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Prag, Agneskloster - Nationalgalerie
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Nationalgalerie Prag

Prag
Von Alten Meistern bis zu Moderner Kunst umfasst die Nationalgalerie Prag so vielfältige Kunstsammlungen, dass sie über gleich mehrere Gebäude verteilt sind. Vom mittelalterlichen Kloster bis zum Palast: Alle sind sie einen Besuch wert. Die Geschichte der Nationalgalerie in Prag Zu den frühesten und bedeutenden Werken der heutigen Nationalgalerie zählt das berühmte Rosenkranzfest von Albrecht Dürer, das Kaiser Rudolf II. in seine Kunstsammlung aufnehmen ließ. Es war das Prunkstück der ersten für die Öffentlichkeit zugänglichen Galerie von Prag. Ein weiterer Meilenstein war die Gründung der Modernen Galerie des Königreichs Böhmen, die Kunstwerke aus dem 19. und 20. Jh. sammelte. Später wurden diese Sammlungen in die zentrale Kunstsammlung integriert, aus der die heutige Nationalgalerie Prag hervorging. Die Ausstellungen der Nationalgalerie Einer der schönsten Reisetipps ist die Sammlung mittelalterlicher Gemälde im Agneskloster. Der Besuch kann mit einem Rundgang durch die Klosteranlage und die Gärten verbunden werden. Die Galerie der Alten Meister befindet sich im barocken Palais Sternberg, unweit der Prager Burg. Moderne und zeitgenössische Kunst sind im Messepalast zu bewundern. Im Palais Schwarzenberg zeigt die Nationalgalerie unter anderem Barockkunst-Exponate aus Böhmen.
Prag, Klementinum
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Klementinum

Prag
Das Klementinum wurde ab 1653 als Jesuitenkolleg errichtet. Im 18. Jh. waren in dem großen Komplex mit fünf Höfen und drei Kirchen das ­erzbischöfliche Seminar, eine Hoch­schule mit Bibliothek und ein Theater untergebracht. Den as­tronomi­schen Turm der Sternwarte bekrönt Atlas, der die Weltkugel stemmt. In der Spiegelkapelle finden täglich am frühen Abend klassische Kon­zerte statt. Ein Glanzstück und Wunderwerk des ­Barock ist der Große Bibliothekssaal. Die dazu­gehörige Na­tionalbibliothek verwahrt wertvolle Hand- und Druckschriften.
Prag, Altstädter Rathaus
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Altstädter Rathaus

Prag
Die älteren Teile des Altstädter Rathauses (Staroměstská radnice) in Prag stammen aus dem Mittelalter, aber das Gebäude wurde mehrfach um- und wiederaufgebaut. Seine astronomische Uhr zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Ein Rundgang durch das Rathaus führt durch Prunksäle, die Kapelle und hinauf auf den Turm, um Aussichten auf Prag zu genießen. Das Altstädter Rathaus in Prag: kleiner Reiseführer durch das Gebäude Das Altstädter Rathaus wurde im Mittelalter als Sitz der Selbstverwaltung der Prager Altstadt errichtet. Es zeigt sich heute in einer Mischung aus verschiedenen Baustilen, weist romanische, gotische sowie Renaissance-Elemente auf. Zu besichtigen gibt es etwa romanische Fundamente, gotische Gewölbe und ein reich verziertes Renaissance-Fenster. Auch der Ratssaal überzeugt mit seiner bemalten Balkendecke. Der Brožík-Sitzungssaal erstreckt sich über zwei Stockwerke. In dem großzügig dimensionierten Raum lassen sich die großformatigen Werke des Künstlers Václav Brožík bestaunen. Die astronomische Rathausuhr im Überblick Die astronomische Uhr an der Südmauer gehört zu den ältesten erhaltenen astronomischen Uhren weltweit. Sie stammt aus dem Mittelalter und wurde Jahrhunderte später durch die heute bekannten Apostelfiguren ergänzt. Diese setzen sich in der Regel zur vollen Stunde in Bewegung. Auf der Kalenderplatte sind weitere allegorische Figuren angebracht. Sie stellen unter anderem die Philosophie und die Astronomie dar. Die Uhr verfügt über einen Sonnen- und einen Mondzeiger sowie über eine Sonnenbahn-Anzeige der Tierkreiszeichen. Darüber hinaus werden vier Zeiten angezeigt: die siderische, die altböhmische, die babylonische und die mitteleuropäische.
Prag, Gemeindehaus
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Gemeindehaus

Prag
Mit dem in den Jahren 1905–11 ­errichteten Obecní dům, dem Gemein­dehaus, demonstrierte das Bürgertum des frühen 20. Jh. Wohlstand und Macht. Bedeutende Künstler wie Alfons Mucha gaben dem Jugendstilbau sein Gepräge. Heute ist das Gemeindehaus Schauplatz von Konzerten und Ausstellungen. Für eine Kaffeepause bietet sich das elegante Jugendstil-Café an. 
Prag, Ständetheater
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Ständetheater Prag

Prag
Das klassizistische Ständetheater (Stavovské divadlo) wurde 1783 mit Lessings ›Emilia Galotti‹ eröffnet. Einen Namen machte sich das Theater mit seinen Aufführungen verschiedener Mozart-Opern, vor allem der Uraufführung von ›Don Giovanni‹ 1787. Hinter der neoklassizistischen Fassade kommen Opern, Ballett und Theaterstücke zur Aufführung.
Prag, Teynkirche
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Teynkirche

Prag
Die Ursprünge der Teynkirche (Chrám Matky Boží před Týnem) reichen bis ins 12. Jh. zurück. Der gotische Neubau entstand im 14. Jh. unter Leitung Peter Parlers, 1419–1620 hielten hier die Hussiten ihre Gottesdienste ab. Charakteristisch sind die beiden 80 m hohen Türme mit ihren spitzen Hauben, die von je acht kleineren Spitzen umringt werden. An der Fassade prangten eine Statue des Hussitenkönigs Georg von Podiebrad und ein vergoldeter Kelch, Symbol des Abendmahls. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 brachten die Jesuiten wieder eine Marienfigur an. Innen ist neben dem Hauptaltar die Grabplatte des dänischen Astronomen Tycho Brahe (1546–1601) zu sehen.
Prague hus statue
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Jan-Hus-Denkmal

Prag
Das Denkmal des tschechischen Reformators Jan Hus, der 1415 in Konstanz als Ketzer verbrannt worden ist, dominiert den Platz. Seit 1915 manifestiert das Monument das nationale Selbstbewusstsein der Tschechen und ihren Wunsch nach Eigenständigkeit im Habsburgerreich. Heute ist das anlässlich des 500. Todestages von Ladislav Saloun im Stil Rodins geschaffene Denkmal vor allem als Treffpunkt bei Jugendlichen beliebt.
Prag, Karolinum
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Karolinum

Prag
Wie so vieles in Prag geht auch das 1348 gegründete Karolinum, die erste Universität Mitteleuropas, auf Kaiser Karl IV. zurück. 1718 wurde das Gebäude im Stil des Barock modernisiert, original erhalten blieben der gotische Prunkerker und zwei Joche des Laubenganges.
Prag, Palais Kinsky - Nationalgalerie
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Palais Kinsky - Nationalgalerie

Prag
Das Rokokopalais am Altstädter Ring entstand 1755–65 nach Plänen Kilian Ignaz Dientzenhofers. Üppige Stuckornamente und muskulöse Götterstatuen zieren seine Fassade. 1843 wurde die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner als Gräfin Kinský im Palais geboren. Später war hier das Altstädter Deutsche Gymnasium untergebracht, an dem Franz Kafka 1901 das Abitur machte. Heute ist das Palais einer der Standorte der Nationalgalerie (NárodnÍ galerie), die hier Wechselausstellungen zeigt.
Prag, Palais Schwarzenberg
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Palais Schwarzenberg

Prag 1
Das Palais Schwarzenberg (1545–67, Schwarzenberský palác) ist ein dreiflügeliger Renaissancebau mit schönen Sgraffiti-Fassaden und reich ­gegliederten Giebeln. Als Teil der Nationalgalerie zeigt der Palast eine Ausstellung mit Gemälden Alter Meister aus den Museumsbeständen, u.a. Hans von Aachen, Lucas Cranach, Adriaen de Vries, Albrecht Dürer, El Greco, Francisco José Goya, Hans Holbein und Peter Paul Rubens.
Villa Muller 099
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Villa Müller

Prag
1928 begann der in Brünn geborene Architekt Adolf Loos mit dem Bau der Villa für Milada und František Müller im Stadtteil Stresovice. Das Gebäude liegt am Hang und bietet einen schönen Blick über das Tal der Moldau in Richtung Schloss Troja und zum Veitsdom. Äußerlich ein schlichter weißer Kubus, der typisch für funktionalistische Bauten der 1930er-Jahre ist, überrascht das Gebäude im Inneren. Der Architekt hat hier sein Entwurfsprinzip des Raumplans perfekt umgesetzt. Er ging in seinen Planungen nicht von Etagen und Stockwerken aus, sondern von Räumen, die je nach Funktion unterschiedliche Höhen benötigen. Unter diesem Prinzip der Innenraumgestaltung entstand ein einzigartiges Beispiel moderner Architektur, gepaart mit hochwertiger Möblierung und luxuriösem Design.
Prag, Mucha-Museum
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Mucha-Museum (Kaunický palác)

Prag 1
Der tschechische Maler, Grafiker und Designer Alfons Mucha (1860–1939) war einer der wichtigsten Vertreter des europäischen Jugendstils. In ­Paris schuf er Plakate für die Schauspielerin Sarah Bernhardt. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er nach Tschechien zurück. Das Muchovo muzeum zeigt Plakate, Gemälde, Zeichnungen, Drucke, ­Erinnerungsstücke und einen Film über sein Leben. Zu sehen ist auch das 1902 veröffentlichte Künstler-Handbuch ›Documents Décoratifs‹ mit Bleistiftzeichnungen. 
Prag, Nationalmuseum
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Nationalmuseum

Prag 1
Das südliche Ende des Wenzelsplatzes dominiert das 1890 eröffnete Nationalmuseum (Národní muzeum). Die Fassade des 70 m hohen Kup­­­pel­baus im Stil der Neorenaissance zieren Personifikationen der tschechischen Landschaften. Das benachbar­te Neue Gebäude aus den 1930er-Jahren – 1972 mit Stahl und Glas überbaut – setzt einen starken architektonischen Kontrast. Seit ein paar Jahren gehört dieses Bauwerk zum Nationalmuseum. Beide Gebäude wurden in den letzten Jahren grundlegend restauriert, zudem entstand ein Verbindungsgang zwischen beiden Museumsteilen. Hier präsentiert eine multimediale Ausstellung die architektonische Entwicklung des Wenzelsplatzes. Die Ausstellungen beider Häuser wurden im Zuge der Restaurierungsarbeiten neu konzipiert. Das Haupthaus widmet sich verschiedenen historischen und naturwissenschaftlichen Themen, das Neue Gebäude der tschechischen Geschichte des 20. Jh. Zudem ist hier ein Kinder­museum untergebracht.
Prag, Messepalast - Nationalgalerie
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Messepalast - Nationalgalerie

Prag 7
Der 1928 vollendete Messepalast Veletržní palác gilt als Meisterwerk funktionalistischer Architektur und wurde sogar von Le Corbusier begeistert kommentiert. Ein verheerender Brand 1974 ließ nicht viel von dem Stahlbetonbau übrig. Der Wiederaufbau des Gebäudes zog sich bis 1995. Heute bergen die weiten Hallen und lichten Gale­rien Exponate der Nationalgalerie (Národní galerie) in verschiedenen Dauerausstellungen zu Kunst, De­sign und Kunsthandwerk des 19.–21. Jh. Ein Schwerpunkt liegt auf Werken tschechischer Künstler von 1850 bis in die Gegenwart. Die Dauerausstellung ›1796–1918: Die Kunst eines langen Jahrhunderts‹ präsentiert Künster wie Josef Mánes neben Pablo Picasso, Josef Navrátil neben Bohumil Kubišta oder Antonio Canova neben Franz von Stuck. Die ›Dauerausstellung 1918 – 1938: Die Erste Republik‹ umfasst neben Werken tschechischer und slowakischer Künster auch solche von Paul Gauguin, Henri Rousseau, Pablo Picasso und Vincent van Gogh.
Prag, Schloss Troja
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Schloss Troja

Prag
Das direkt an der Moldau gele­gene und von Weinbergen umgebene Lustschloss (Zámek Troja), das Graf Wenzel Adalbert Sternberg 1679–97 errichten ließ, spiegelt die barocke Lebenslust nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges wider. Die Freitreppe schmücken Götter und Giganten, das Deckengemälde (1693) im Großen Saal zeigt die Apotheose des Hauses Habsburg.  Die Galerie der Hauptstadt Prag ­(Galerie hlavního města Prahy) präsentiert im Schloss auch Wechselausstellungen.
Prag, Klausen-Synagoge
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Klausensynagoge Prag

Prag
Unmittelbar neben der Zeremonienhalle beim Ausgang des Alten Jüdischen Friedhofs steht die Klausensynagoge. Der barocke Saalbau aus dem Jahre 1694 war die größte Synagoge im Ghetto und zugleich das der Prager Begräbnisbruderschaft vorbehaltene Gotteshaus. Die Ausstellung Jüdische Traditionen und Bräuche erläutert die Bedeutung jüdischer Festtage. Auf der Empore werden das Alltagsleben der jüdischen Familie und die Bräuche in Zusammenhang mit Geburt, Beschneidung, dem Fest Bar Mizwa, dem Heiratsritual und dem jüdischen Haushalt dargestellt.
Prag, St. Niklas auf der Kleinseite
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

St. Niklas auf der Kleinseite

Prag
Die Kirche St. Niklas (Kostel svatého Mikuláše), ein Meisterwerk des Barock, ragt mit ihrer 80 m hohen Kuppel und dem ebenso hohen Glockenturm über dem Kleinseitner Ring (Malostranské náměstí) auf. 1703–11 wurden Langhaus und Front von Christoph Dientzenhofer errichtet, während der Chor 1731–51 von seinem Sohn Kilian Ignaz und der Turm 1756 von Anselmo Lurago vollendet wurden. Die konkaven Schwünge der Fassade und der Höhendrang des Giebels kommen in der Schrägansicht besonders gut zur Geltung.  Das Langhaus besteht aus einander durchdringenden Querovalen zwischen schräggestellten Pfeilern. Johann Lucas Kracker schuf das spätbarocke Deckengemälde (1760) mit Szenen aus dem Leben des hl. Nikolaus, der Bischof von Myra in Kleinasien war. Das Kuppelfresko mit der Darstellung der ›Himmlischen Glorie‹ stammt von Franz Xaver Palko. Und auf der Orgel aus der Mitte des ­18. Jh. spielte einst sogar Wolfgang Amadeus Mozart. Noch heute finden in St. Niklas regelmäßig Orgelkonzerte statt.
Loreta-Prague
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Loreto-Heiligtum Prag

Prag
Gegenüber dem Außenministerium, dem nach Plänen des Francesco Carattis ab 1669 erbauten Palais Czernin, das 30 Kollosalsäulen auf 150 m Länge reiht, steht das 1626 bis 1750 errichtete Loreta. Die 1724 vollendete barocke Westfassade von Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer ist mit Skulpturen Friedrich Kohls geschmückt. Zentrum der Wallfahrt ist das vom Italienier Orsi gebaute Heilige Haus im Hof. Vorbild war die Casa Santa in Loreto bei Ancona, der Legende nach die Wohnung der Jungfrau Maria in Nazareth. Seit 1664 zeigen die Wandreliefs italienischer Stuckateure Sybillen, Propheten und die Loreto-Legende. Zur vollen Stunde erklingt Dvoráks Marienlied »Tausendmal seist du gegrüßt, du Himmelskönigin« von einem 27-teiligen Glockenspiel aus dem 17. Jh.
Prag, Kampa
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Kampa Park Prag

Prag
Der im 12. Jh. angelegte Teufelsbach (Čertovka) trennt die Insel Kampa von der Kleinseite. Lange war er ein Mühlbach, zwei Mühlräder sind erhalten. Um den Dorfanger des idyllischen Viertels auf der Nordseite der Insel gruppieren sich Renaissance- und Barockbauten. Die Grünflächen des Kampa-Parks nehmen den Südteil der Insel ein. Hier liegt die Sova-Mühle aus dem 13. Jh., heute Kampa Museum. Es zeigt Kunst der Moderne und Gegenwart, u.a. Gemälde des tsche­chischen Malers František Kupka (1871–1957) und Skulpturen des tsche­chischen Kubisten Otto Gutfreund (1889–1927).
Prag, Erster Burghof Prag
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Erster Burghof Prag

Prag
Kämpfende Giganten flankieren den Haupteingang des ersten Burghofes. Diese martialisch anmutenden Figuren unterstützt die Burgwache, deren Soldaten nach 1989 auf Wunsch des Präsidenten Václav Havel neu eingekleidet wurden. Oscar-Preisträger Theodor Pístek, der Kostümbildner von Milos Formans berühmtem Film Amadeus, entwarf neue Uniformen Diese sind bei der von Pauken und Trompeten begleiteten Wachablösung um 12 Uhr im ersten Burghof zu begutachten. Dieser auch Ehrenhof genannte Platz wird von einem Gebäudetrakt begrenzt, der – wie der West- und Südflügel des Burgpalastes – von Nikolaus von Pacassi im Auftrag Maria Theresias im späten 18. Jh. errichtet wurde.
Prag, Staatsoper
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Staatsoper Prag

Prag
Die Büsten der Dichterfürsten ­Goethe und Schiller an der Fassade deuten es an: In dem Neorenaissancegebäude hatte einst das Neue Deutsche Theater seinen Sitz. Es wurde am 5. Januar 1888 mit Richard Wagners ›Die Meistersinger von Nürnberg‹ ­eröffnet. Die heute Staatsoper, Státní opera, genannte Bühne ist seit 2012 Teil des Nationaltheaters. Die Opern- und Ballett-Ensembles wurden zusammengelegt, Chor und Orchester der Staatsoper bewahrten ihre Eigenständigkeit.
Prag, Terrassengärten der Burg
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Palastgärten unter der Prager Burg

Prag
Am steilen Südhang der Prager Burg wurden bis ins 17. Jh. Obst und Wein angebaut. Dann ließen sich Adelsfamilien wie die Ledebours, Fürstenbergs, Pálffys und Kolowrats ihre Paläste errichten und Terrassengärten anlegen, mit Brunnen, Pavillons, Skulpturen und viel italienischem Flair. Besonders schön ist der Kolowrat-Garten von 1784. Der 1790 fertiggestellte Fürstenberg-Garten zählt mit 1,5 ha zu den größten Terrassengärten (Palácové zahrady pod Pražským hradem, alle Gärten April–Okt).
Prag, Heinrichsturm (Prag)
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Heinrichsturm Prag

Prag
Der historische Turm vom Ende des 16. Jh. ist mit seinen 65,7 m der höchste frei stehende Prager Glockenturm. Ein Aufzug befördert den Besucher in den zehnten Stock, wo man den hölzernen Dachstuhl aus dem Jahr 1879 bestaunen, die Aussicht über die Altstadt von Prag genießen oder dem Klang der zehn Glocken zu jeder vollen Stunde lauschen kann. Im Heinrichtsturm befinden sich mehrere Restaurants und Cafés sowie eine Galerie.
Prag, Alter Königspalast
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Alter Königspalast

Prag
Prunkstück des Königspalastes (Královský palác) ist der Vladislav-Saal von Benedikt Ried. Die 1503 vollendete Halle mit ihrem 13 m hohen Schlingrippengewölbe ist ein Meisterwerk spätgotischer Baukunst. Hier im größten weltlichen Raum, den Prag im Mittelalter hatte, fanden die böhmischen Königswahlen, Bankette und sogar Ritterspiele statt. Große Bedeutung hat das Fenster im Nebenraum. 1618 ereignete sich hier der erste Prager Fenstersturz, bei dem aufgebrachte Vertreter der protestantischen Stän­de zwei kaiserliche Statthalter aus dem Fenster warfen. Diese überlebten den Sturz in den Wallgraben, denn sie landeten in einem Misthaufen. Und doch waren die Folgen schrecklich, denn die Ereignisse lösten den Dreißig­jährigen Krieg aus.
Prag, Vysehrad
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Vysehrad

Prag
Auf dem Felssporn Vyšehrad hoch über der Moldau hat der Legende nach Libussa, die Stammmutter der Tschechen, die Gründung der Stadt Prag prophezeit. Wirklich belegt ist, dass auf dem Berg im 10. Jh. eine erste Festung errichtet wurde, nach den Hussitenkriegen blieb von ihr nur die romanische Martinsrotunde des 11. Jh. erhalten. Über den Resten der alten Basilika wurde Ende des 19. Jh. die neogotische Kirche St. Peter und Paul (Kostel sv. Petra a Pavla) erbaut.
Prag, Tanzendes Haus
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Tanzendes Haus

Prag 2
Eine Tänzerin im gläsernen Faltenkleid schmiegt sich an den Herrn mit Hut – Architektur, die herkömmliche Bauformen unbekümmert über den Haufen wirft. Das 1996 am Ufer der Moldau von den Architekten Vlado Milunič und Frank O. Gehry geschaffene Bürogebäude Tančící dům bietet mit seinem dekonstruktivistischen, wie in Bewegung geratenen Baukörper einen erstaunlichen Anblick. Ein Spitzname für das Haus war schnell gefunden: ›Ginger und Fred‹, nach dem berühmten Tanzpaar, den beiden Hollywoodstars Ginger Rogers und Fred Astaire. Das Tanzende Haus bietet seinen Besuchern im 7. Stock ein Restaurant und ganz oben eine Bar mit Aussichtsterrasse und einem Blick über die ganze Stadt. Im Erdgeschoss stellt eine Galerie zeitgenössische junge Kunst aus.
Prag, Zoologischer Garten
Tipp der ADAC Redaktion
Aktivitäten

Zoologischer Garten

Prag 7
Der Zoologická zahrada wurde 1931 eröffnet und zählte mehrmals zu den weltweit fünf besten Zoos. Auf dem 58 ha großen, von Bächen durchzogenen Gelände im Talkessel der Moldau leben 5050 Tiere aus 676 Arten. Interessant unter den 13 Pavillons sind vor allem das Afrikahaus, der Gorilla-Pavillon und das Indonesische Dschungelhaus. Hier wird tropischer Regenwald inszeniert, als Lebensraum für Orang-Utans und die seltenen Komodowarane. Bedeutung erlangte der Zoo durch das Nachzuchtprogramm der vom Aussterben bedrohten Przewalski-Pferde.
Prag, Museum Kampa
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Kampa Museum Prag

Prag
In der Sova-Mühle aus dem 13. Jh. gründete die Exiltschechin Meda Mládková das Kampa Museum. Es zeigt moderne Kunst, darunter abstrakte Gemälde von Frantisek Kupka und kubistische Skulpturen von Otto Gutfreund.
Prag, Kloster Strahov
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Kloster Strahov

Prag
Das Prämonstra ten serkloster Strahov (Strahovský klášter) wurde im 12. Jahrhundert gegründet und ist berühmt für seine prachtvolle barocke Ausstattung und seine Sammlungen. In idyllischer Lage oberhalb des Zentrums ist es das ideale Ziel für einen Halbtages- oder Tagesausflug. Die Geschichte des Klosters Strahov in Prag Nach einer Pilgerreise ins Heilige Land initiierte Heinrich Zdík, Bischof von Olmütz, die Gründung eines Klosters auf dem Strahov bei Prag. Doch seine Entwicklung begann erst richtig, als 1143 Chorherren des Prämonstratenserordens aus der Eifel das Kloster besiedelten. Im Laufe der Zeit wurde das Kloster mehrmals geplündert wie auch beschädigt und anschließend renoviert. Die heute sichtbare barocke Inneneinrichtung entstand größtenteils im 18. Jahrhundert. Nach langen Jahren der Vernachlässigung durch die Kommunisten wurde das Kloster Strahov ab 1989 aufwendig restauriert. Heute gehört es zu den schönsten Reisetipps für die Goldene Stadt. Reiseführer: ein Rundgang durch das Kloster Erster Höhepunkt ist die Klosterkirche Maria Himmelfahrt mit wunderschönen Fresken, die das Leben der Jungfrau Maria schildern. In einer Kapelle werden die Reliquien des Heiligen Norbert verehrt. Die Klosterbibliothek mit dem Theologischen Saal und dem Philosophischen Saal ist ebenfalls ein touristischer Magnet: In den reich verzierten Räumen werden Schriftstücke von unschätzbarem Wert aufbewahrt, darunter das frühmittelalterliche Evangeliar von Strahov. Die Gemäldegalerie des Klosters beherbergt zahlreiche Werke bedeutender Kunstschaffender.
Prag, Jüdisches Museum in Prag
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Jüdisches Museum

Prag
Ausgerechnet den Nationalsozialisten ›verdankt‹ das Jüdische Museum seine 200.000 Exponate. Themenbezogen werden ausgewählte Exponate in vier Synagogen (Maisel-, Pinkas-, Klausen- und Spanische Synagoge) und in der Zeremonienhalle präsentiert. Die Sammlung ist weltweit die Größte an jüdischen Kult-, Kunst- und Kulturgegenständen. Weil die Nationalsozialisten nach dem ›Endsieg‹ eine Dokumentation einer »ausgestorbenen Rasse« zeigen wollte, ließen Hitlers Schergen nicht nur die Hände von Prags Synagogen, akribisch trugen sie sogar sämtliches Inventar aus den zerstörten Tempeln zusammen. Zur Ausstellungseröffnung kam es im Gegensatz zu der Münchner Ausstellung Entartete Kunst nie. Die Tickets für die Sehenswürdigkeiten der Josephstadt (Maisel-, Spanische, Pinkas- und Klausensynagoge sowie Alter Jüdischer Friedhof und Zeremonienhalle) können bei jeder einzelnen Station gekauft werden. Die Reihenfolge der Besichtigung wird dabei durch genaue Zeitvorgaben festgelegt. Für die Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten sollte man sich einen halben Tag Zeit nehmen.
Prag, Kommunismusmuseum
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Museum des Kommunismus

Prag
Das populärwissenschaftliche ­Muzeum Komunismu zeichnet anhand von Dokumenten und Exponaten die Realitäten eines gescheiterten Systems nach. Es erinnert an Schul­wesen, Armee und Polizei, Propaganda und Zensur im Alltag zwischen 1948–89. Neben Propagandamaterial sieht man die Nachbildung eines kümmerlich bestückten Lebensmittelladens und eines Verhörraums der Staatssicherheit.
Prag, Karlsbrücke
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Karlsbrücke Prag

Prag 1
Die von Karl IV. gestiftete Brücke Karlův most wurde ab 1357 unter der Leitung von Peter Parler errichtet und ist damit die älteste erhaltene Brücke über die Moldau. Bis ins 19. Jh. war sie die einzige feste Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite, heute ist sie ausschließlich Fußgängern vorbehalten. 30 bewegte Skulpturengruppen im barocken Stil kamen um 1700 hinzu. Sie zeigen Christus, Maria und Heilige, darunter den böhmischen Fürst und Märtyrer Wenzel. Der im gotischen Stil errichtete Brückenturm auf der Altstädter Seite entstand zwischen 1370 und 1380. Wer ihn besteigt, genießt eine schöne Aussicht auf Altstadt und Moldau. Auch der niedrigere Kleinseitner Brückenturm von 1464 bietet von seinem Aussichtsgang einen wunderbaren Blick. Durch ein Tor ist er mit dem ehemaligen Turm der Judith-Brücke verbunden.
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