Route planenMerklisten
Menü

Torre Annunziata

Torre Annunziata, Italien

Torre Annunziata, das römische Oplontis, wurde im Jahre 79 unter Lava und Schlamm begraben und so für die Nachwelt konserviert. Die Ausgrabungen Scavi di Oplonti umfassen zwei römische Landsitze.
Die ältere Villa ließ Lucius Crassius Tertius im 2. Jh. v. Chr. inmitten eines Weingutes errichten. Sie beeindruckt durch ihr voluminöses Peristyl, dessen Säulen und Mauern noch Spuren farbiger Bemalung aufweisen.Ein Hauch von Verruchtheit liegt über der Villa di Poppea aus dem 1. Jh. v. Chr. Sie befand sich wohl im Familienbesitz der ehrgeizigen und über die Maßen habgierigen Poppea Sabina, Neros zweiter Gattin, befunden haben. Nicht zuletzt unter ihrem Einfluss entwickelte sich Nero zum Tyrannen. Doch nach nur drei Jahren Ehe mit Nero starb die schwangere Poppea an den Folgen eines Fußtritts, den ihr der kaiserliche Gemahl versetzt hatte. Schauplatz dieses mörderischen Trei­bens könnte der weitläufige, bis heute nur teilweise freigelegte Villenkomplex gewesen sein. Die Wohnräume sind mit farbenfrohen Wandmalereien ausge­staltet. Sie zeigen zarte Stillleben, verspielte Genreszenen und opulente Architekturfantasien, die an Opernkulissen erinnern.
 

Highlights & Sehenswertes

Aktivitäten
Landschaft
Bauwerke
Museen
Ortsbild
Touren
Gesundheit
Veranstaltungen
Einkaufen
Gastronomie
Unterkünfte
Camping
Tankstellen
Ladestationen
Service
ADAC vor Ort
Torre Annunziata, Oplontis
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Oplontis

Torre Annunziata
1964 kam in dem gesichtslosen Industriestädtchen zu Tage, was zuvor lediglich ein Pergament aus dem Mittelalter, die so genannte Tabula Peutingeriana, überliefert hatte: das legendäre Oplontis, ein luxuriöses antikes Wohnviertel. Heute ist es wie die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum Weltkulturerbe der Unesco. Unter einer 6 m dicken Schicht aus Lapilli, Asche und Schlamm stieß man auf eine Villa aus dem 1. Jh. v. Chr., in der vermutlich Neros Gemahlin Poppea residiert hatte. 60 m misst das Wunderwerk römischer Architektur in seiner Länge und mehr als 50 m in seiner Breite. Dazu kommen weitläufige, von Säulengängen eingerahmte Gartenanlagen sowie ein Schwimmbecken von olympischen Ausmaßen (60 m lang, 17 m breit). Nicht nur in den selbstverständlich mit Kalt-, Warm- und Heißwasserbecken ausgestatteten Thermen des Landsitzes haben sich die besten Maler ihrer Zeit verewigt, nahezu jeder Raum zeigt Wandgemälde von höchster Meisterschaft und Farbenpracht: Theatermasken, Vögel, Sphingen und Körbe voll mit allen nur erdenklichen Früchten. Bis heute künden die in satten Gelb- und Rottönen glühenden Fresken vom Lebensstil der Hausherrin, die den Vesuvausbruch des Jahres 79 nicht mehr erlebt hat: Hochschwanger starb Poppea bereits dreizehn Jahre vorher. 
Ercolano, Ville Vesuviane
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Ville Vesuviane

Ercolano
Am Miglio dOro, der Goldenen Meile, die sich zu Füßen des Vesuv bis Ercolano erstreckte, ließ der Bourbonenkönig Karl III. 1734 eine Sommerresidenz errichten, den Palazzo Reale di Portici. Im Gefolge des Königs entstanden mehrere hundert Adelspalais, darunter die Villa Campolieto und Villa Favorita, die vorbildlich wiederhergestellt wurden. Um 122 Villen kümmert sich nun die Fondazione Ente per le Ville Vesuviane. In der Villa Campolieto erschließt eine grandiose Treppe das von einer Kuppel gekrönte Gebäude, Arkaden umrahmen eine Terrasse mit Aussicht auf den Golf von Neapel. Ein Stück weiter erhebt sich die Villa Ruggiero, in der ein mit Fresken geschmückter Saal zu besichtigen ist. Die breite Fassade der Villa Favorita wäre eines Schlosses würdig, ein Teil ihres prachtvollns lädt als Parco sul Mare zum Spaziergang ein.
Pompei/Pompeji
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Pompei

Pompei/Pompeji
Es war ein heißer Augusttag des Jahres 79, als der Vesuv explodierte. Eine gigantische Wolke aus Asche, Lava und Gasen stand über dem geborstenen Gipfel, Todesbote für etwa ein Fünftel der rund 10.000 Bewohner von Pompeji, Hunderte starben im Bimssteinhagel, Aberhunderte unter Schlamm- und Glutlawinen. Als die Eruption nach 18 Stunden vorüber war, lag die Stadt unter einer 25 m hohen Stein- und Ascheschicht. Pompeji, heute die größte Stadtruine der Welt, wird alljährlich von 2 Mio. Menschen besichtigt, die hier der antiken Lebenswelt nachspüren. Da die ­tägliche Besucherzahl begrenzt ist, empfiehlt es sich besonders in den Sommermonaten die ­Tickets im Voraus zu buchen.  Bei den Ausgrabungen, die ab 1863 erfolgten, wurden Tempel, Theater, Thermen, Villen, Werkstätten, Kneipen und Geschäfte freigelegt. Im Abraum stieß man auch auf Hohlräume, welche die Körper der Vesuv-Opfer hinterlassen hatten. Man goss diese Formen mit Gips aus und erhielt so Abbilder des Todeskampfes: eine Frau in der Casa del Fauno, die sich von ihrem Schmuck nicht trennen konnte, der Hausherr der Villa di Diomede, der mit 17 weiteren Personen in seinem Weinkeller erstickte, ein Sklave, der mit einem Proviantsack auf den Schultern einen Zug Flüchtender anführte, und zwei Knaben, die ihm Hand in Hand folgten. Während man durch die Straßen schlendert sieht man an manchen Fassaden noch freche Graffiti und flotte Sprüche, zarte Liebesgedichte oder politische Kampfparolen. Am Vicolo del Fauno steht die Casa del Fauno, eine der glanzvollsten Domizile Pompejis mit üppigem Dekor und der namengebenden Statue eines tanzenden Fauns (Original im Museo Archeologico Nazionale in Neapel). Die nahe Casa dei Vettii, Wohnsitz einer reichen Kaufmannsfamilie, schmücken Fresken mit mythischen Kampfszenen und handfesten Liebesangelegenheiten. In den Bordellen am Vicolo del Lupanare zeigen die Wandmalereien der Separées mit viel Freude am Detail, wie wild es manche Römer trieben. Am Rand der antiken Stadt liegt die Villa dei Misteri. Berühmt ist dieser vermutlich kaiserliche Landsitz wegen des grandiosen Dekors im Speisesaal. Es ist ein bühnenhaft inszenierter Bilderzyklus mit rätselhaften Szenen auf rotem Grund, die wohl die Einführung einer Braut in die Geheimnisse des Dionysoskultes darstellen. Dionysos ist der Gott des Weines, der Freude, Fruchtbarkeit und Ekstase.
Vesuvio
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Vesuv

Ercolano
Der Vesuv, der einzige aktive Vulkan des europäischen Festlandes, beherrscht alle Veduten des Golfs. Das wechselnde Tageslicht zaubert reizvolle Effekte auf den Schichtvulkan. Seine Hänge sind bis zu einer Höhe von 700 m besiedelt, etwa 1 Mio. Menschen leben in der Gefahrenzone. Der verheerende Vesuv-Ausbruch des Jahres 79 schob die Küstenlinie fast 2 km ins Meer vor. Der Caldera-Ring brach auf, Teile des Monte Somma (1132 m) wurden abgesprengt und der Vesuvio (1281 m) entstand. Die letzte Eruption erfolgte 1944, seitdem schlummert der Vulkan, nicht einmal eine Rauchfahne zeigt sich über dem Krater. 1995 wurde der Parco Nazionale del Vesuvio ins Leben gerufen, ihn erschließen farblich gekennzeichnete Wanderwege. Auf dem fruchtbaren Lavaboden wachsen köstliches Obst und feuriger Wein, Ginster und Orchideen, Pinien, Kastanien, Eichen und Birken. In die faszinierende Welt der Vulkane entführt das Museo Vulcanologico dell‘Osservatorio Vesuviano auf dem Colle dei Canteroni (608 m). Führungen auf Italienisch oder Englisch werden nach Voranmeldung (museo.ov@ingv.it) angeboten. Vulkanologen behalten den schlummernden Riesen übrigens ständig im Auge, man kann also getrost einen Blick über den Kraterrand riskieren. Die breite Strada del Vesuvio führt von Ercolano kehrenreich bis zum Parkplatz in 1017 m Höhe, zu dem man auch mit dem Bus vom Bahnhof in Ercolano gelangt. Von hier geht es noch 1,5 km zu Fuß weiter bergan vorbei an Lavafeldern bis zum nicht zugänglichen Krater. Man blickt in seinen tiefen rostroten, weißfleckigen Schlund, wo unter erstarrter Lava in mehreren Kilometern Tiefe Abermillionen Kubikmeter Magma brodeln. Fulminant ist die Aussicht von hier auf den Golf von Neapel und seine Inseln.
Castellammare di Stabia
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Castellammare di Stabia

Castellammare di Stabia
Das antike Stabiae, das mit seinen vornehmen Villen beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 verschüttet wurde, war für seine Heilquellen ­berühmt. In der heutigen Hafenstadt Cas­tellammare di Stabia sprudeln sie noch immer, die Thermen jedoch sind geschlossen.  Eine Attraktion sind zwei, im 18. Jh. bei Ausgrabungen am Monte Varano ent­deckte römische Landsitze. Die Villa di San Marco, eine der größten Anwesen Kampaniens, umfasste große Säle, Thermen, Wandelhallen und Gärten. Die Villa di Arianna begeistert mit Wandmalereien von lyrischer Zartheit, darunter die Darstellung der Ariadne, die auf Naxos von Theseus verlassen wird. Das berühmte Wandbild der Primavera di Stabiae, der blumenstreuenden Göttin des Frühlings, verwahrt heute das ­Museo Archeologico in Neapel.
Torre del Greco
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Torre del Greco

Torre del Greco
Gebettet an den Südwestfuß des Vesuv liegt Torre del Greco. Als hätten die hier ansässigen Korallenfischer wirkliche Schönheit nur unter Wasser gefunden, schenkten sie ihrer Stadt wenig Aufmerksamkeit, sie wirkt lieblos zusammengewürfelt, die Häuser scheinen wie auf Abruf gebaut. Mit großer Sorgfalt gestaltet sind jedoch die Exponate im stimmungsvollen Museo del Corallo. Es gehört zum Istituto Statale d’Arte, das seit dem 16. Jh. lehrt, wie man Korallen verarbeitet und aus Edelsteinen feinste Kameen und Reliefs schneidet. In der Sammlung sieht man Schmuckstücke aus roter Koralle, Kämme, Spiegel und Dosen aus Schildplatt sowie Einlegearbeiten, Broschen und zu Genreszenen arrangierte Figürchen aus Perlmutt.
Torre Annunziata entdecken
Highlights
Triest und Umgebung: Die besten Tipps für Ihren Urlaub
Mehr erfahren

Beliebte Ziele in Kampanien

Erlebnisse in der Nähe

Angebote für unvergessliche Momente
202305046453ee57a8dfe.jpg
ab 6,00 €
Jetzt buchen
20221116637504c8b71c5.jpg
ab 110,00 €
Jetzt buchen
2022011861e729db6c2a6.jpeg
ab 89,00 €
Jetzt buchen
2022012661f185a0b6f68.jpg
ab 49,00 €
Jetzt buchen
Ruins of Pompeii guided walking tour with skip the line ticket
ab 49,00 €
Jetzt buchen
Pompeii and Villa Dei Misteri private guided tour
ab 450,00 €
Jetzt buchen
Skip‑the‑line Pompeii tour with an archaeologist
ab 59,00 €
Jetzt buchen
Express guided tour of Pompeii for small groups
ab 20,00 €
Jetzt buchen
Mount Vesuvius horse riding with wine tasting and lunch
ab 131,00 €
Jetzt buchen
202602096989b15f2c8c3.png
ab 65,00 €
Jetzt buchen
202602096989b706c5fff.png
ab 199,00 €
Jetzt buchen
20230501644fe1937c4a6.jpg
ab 59,00 €
Jetzt buchen
2. Italy_Naples_Pompeii_18_JPG.jpg
ab 24,00 €
Jetzt buchen
Mount Vesuvius Group Tour with a Hiking Guide from Pompeii
ab 65,00 €
Jetzt buchen
20240404660e934c31eca.jpeg
ab 28,00 €
Jetzt buchen
2025031367d2b05ec8ea2.jpg
ab 35,00 €
Jetzt buchen
2. Italy_Naples_Pompeii_18_JPG.jpg
ab 25,00 €
Jetzt buchen
2022091363205d02b30c8.jpeg
ab 9,99 €
Jetzt buchen
Tour of Pompeii with an archaeologist
ab 49,50 €
Jetzt buchen
Pompeii's Villa of the Mysteries Exclusive Archaeologist-led Tour
ab 75,00 €
Jetzt buchen
Wine tasting experience on Mount Vesuvius with lunch
ab 89,00 €
Jetzt buchen
Pompeii Guided Tour With Skip-the-Line Ticket
ab 47,00 €
Jetzt buchen
Pompeii 2-hour private tour
ab 180,00 €
Jetzt buchen
2023051764646f1dbd4d0.png
ab 5,99 €
Jetzt buchen
Pompeii 2-hour private guided tour with an archaeologist
ab 295,00 €
Jetzt buchen

Orte und Regionen in der Umgebung

ADAC Informationsservice - Bleiben Sie auf dem Laufenden
Mehr Infos zur Einwilligung
Highlights
Die 10 Top-Sehenswürdigkeiten in Koblenz
Mehr erfahren
Highlights
Sehenswürdigkeiten in Meran und Bozen
Mehr erfahren

Reiseführer-Themen

Ausgrabungen in Pompeji: Schöner Wohnen und Baden in der Antike

Wer durch die Ruinen der beiden römischen Städte Pompeji und Herculaneum schlendert, findet eindrucksvolle ­Spuren ­einer systematischen Stadtplanung, eines differenzierten Gemeinwesens und eines behaglichen Lebensstils. Doch liegt es auf der Hand, dass sich Wohnbauten mit allem Komfort ­damals nur die sehr wohlhabende Oberschicht leis­ten konnte. Die Patri­zier lebten in romantisch kom­po­nierten Raumfluchten voller Kunst, Luxus und technischen Raffinessen, wie die Ruinenstädte im Schatten des Vesuv noch heute eindrücklich bezeugen.  Während die Majorität der römischen Bürger in einfachen Häusern oder Mietskasernen wohnte, wechselten Senatoren, Feldherren und Kaiser ihre Residenzen mit den Jahreszeiten. Im Winter blieb man im Stadthaus, dem Domus, im Sommer vergnügte und entspannte man sich auf dem Landgut in der luxuriös ausgestatteten Villa rustica.  Römischer Lebensstil bedeutete auch, ein einmal bewährtes System kaum mehr zu variieren. Das galt für öffentliche Gebäude ebenso wie für Nobelresidenzen. Deswegen sind so gut wie alle Wohngebäude nach einem ähnlichen, denkbar einfachen Schema errichtet worden. Auf der einen Seite eines zentralen Innenhofs, des Atriums, lagen die Herrschafts- und Repräsentationssäle, auf der anderen reihten sich die Wirtschaftsräume und Kammern für das Hauspersonal. Dem überdachten Atrium, das durch eine Öffnung in der Mitte Licht erhielt, wurde ab dem 2. Jh. v. Chr. ein Hof mit Säulenumgang (Peristyl) und Garten angegliedert, in dem der Hausherr im Freundeskreis zu lustwandeln pflegte. Um das Peristyl gruppierten sich Speise-, Schlaf- und Gästezimmer, ein Kult­raum mit Altar für die Hausgötter und die Thermen. Zur Ausstattung ­römischer Badeanlagen gehörte stets ein kaltes (Frigidarium), ein lauwarmes (Tepidarium) und ein heißes Wasserbecken (Caldarium) mit Dampf­bad. Brennöfen und Heizräume (Hypokaustum) unter den Fußböden sorgten für Wärme. Die Säle, Gärten, Thermen und Privatgemächer waren häufig mit Darstellungen der antiken Mythologie und Szenen aus der alltäglichen Lebenswelt geschmückt. Farbenfrohe Wandmalereien, kostbare Mosaikfußböden und meisterhafte Skulpturen belebten das Ambiente. Die Götter- und Heldentaten, die Schilderungen von Sport und Spiel, Fischfang und Jagd, Liebe und Eros dienten der Kontemplation und Selbstdarstellung.
Mehr erfahren

Beliebte Regionen und Orte

Top Routen

Torre Annunziata