Lavanttal
Wolfsberg, Österreich
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Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Schloss Wolfsberg
WolfsbergHoch über dem Ort Wolfsberg ragt das Schloss Wolfsberg auf, ein Bauwerk, das im Vergleich zu den anderen Burgen und Schlössern des Landes fremdartig wirkt. Um seiner englischen Gemahlin die Eingewöhnung in Kärnten zu erleichtern, ließ Graf Hugo I. Henckel von Donnersmarck ab 1846 sein aus dem 12. Jh. stammendes Schloss im Tudor-Stil umbauen. Heute dient das Schloss als Veranstaltungszentrum,einige Räume werden aber von Nachfahren des Grafen bewohnt. Auf der Schlossterrasse lässt sich stilvoll Kaffee trinken oder im Restaurant speisen.Auch der Schlosspark lädt zum Verweilen ein.

Tipp der ADAC Redaktion
Museen
Museum im Lavanthaus
WolfsbergDas Museum widmet sich der Kulturgeschichte und der Natur des Lavanttals. Landwirtschaftliche Geräte, Trachten, Keramik und Werkzeuge künden vom früheren Leben in der Region. Beispiele der lokalen Mundart sind in der Ausstellung zu hören, und die Lavanttal-Panoramen des Landschaftsmalers Markus Pernhart künden von der landschaftlichen Schönheit des Tals. Eine eigene Abteilung würdigt die Schauspielerin Maria Schell (1926-2005). Sie verbrachte ihren Lebensabend in Oberpreitenegg auf dem Berghof der Familie, der auch für ihren Bruder, den Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell (1930–2014) immer ein Rückzugsort war.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Benediktinerstift St. Paul
St. Paul im LavanttalDas Stift St. Paul im Lavanttal wurde im Jahr 1091 gegründet. Aus dieser Zeit ist nur die Stiftskirche unverändert erhalten. Die übrigen Klostergebäude präsentieren sich im barocken Stil des 17. Jh. Kaiser Joseph II. hob das Kloster 1782 auf, doch zu Beginn des 19. Jh. belebten es Benediktiner aus St. Blasien im Schwarzwald neu. Sie brachten so viele Pretiosen, Gemälde, Handschriften und Bücher mit, dass St. Paul zum Schatzhaus Kärntens wurde. Seit 1897 betreibt das Stift ein Gymnasium. Herzstück des Klosters ist die romanische Stiftskirche St. Paul aus dem 12. Jh., die sich mit ihren Doppeltürmen auf dem Hügel erhebt. Die dreischiffige Pfeilerbasilika begeistert im Innenraum mit romanischen Kapitellen in Würfel-, Kelch- und Knospenform sowie 44 Deckenfresken von Friedrich und Michael Pacher im gotischen Gewölbe, das 1367 entstand. Zum Schmunzeln verleitet das Stifterfresko, ein Werk des Thomas von Villach aus dem 15. Jh. Neben Stifterfamilie und Heiligen porträtierte sich der Meister selbst, schelmisch grinsend. In den Vitrinen des Stiftsmuseums funkeln Monstranzen, Kelche und Kreuze, darunter das ›Adelheidkreuz‹ aus dem 11. Jh. In der Gemäldesammlung sind Werke von Rubens, van Dyck und Holbein zu bewundern. Die Stiftsbibliothek besitzt 70 000 Bücher und 4000 kostbare Handschriften. Sie zeigt mit der ›Ambrosius-Handschrift‹ aus der ersten Hälfte des 5. Jh. Kärntens ältestes Buch. Ihr einst wertvollstes Stück aber fehlt – eine der 14 Gutenbergbibeln, die der Erfinder des Buchdrucks 1456 herstellte. Sie wurde 1930 in die USA verkauft und befindet sich heute in der Bibliothek des Kapitols.
