Gemona del Friuli

Gemona

Seit dem Mittelalter wetteiferte Gemona mit dem 10 km entfernten Venzone um den prächtigsten Dom, die höchsten Wegezölle und - auch noch in unseren Tagen - um die beste Tourismusbilanz. Mit der Konkurrenz war es schlagartig vorbei, als am 6. Mai 1976 beide dasselbe Schicksal ereilte: Das schwerste Erdbeben der europäischen Geschichte erschütterte das Friaul - und zu den am ärgsten betroffenen Orten zählten die beiden Erzrivalen. Von Venzone blieb lediglich der Kommunalpalast erhalten und in Gemona entging wie durch ein Wunder der Duomo S. Maria delle Piave (14. Jh.) der völligen Zerstörung. Im restaurierten Dom, aber auch unter den Arkaden des Venzoner Rathauses geben Fotodokumentationen eine Vorstellung davon, wie die Städte vor und unmittelbar nach dem Beben ausgesehen haben.
Danach ging es an einen bewundernswerten Wiederaufbau: Wie Phönix aus der Asche erhoben sich die Kirchen und Renaissancepaläste von Gemona aus dem Schutt aufs Neue. Nur ein wenig Patina fehlt den Fassaden noch, sonst nichts. Dem Dom dient eine 7 m hohe Figur des hl. Christophorus an der Fassade als Blickfang. Die Via Giuseppe Bini lockt mit ihren gut sortierten Antiquitätenläden.

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