Santa Maria Capua Vetere

Santa Maria Capua Vetere, Italien

Santa Maria Capua Vetere, das antike Capua, bewahrt die Ruinen des Anfiteatro Campano aus dem 1. Jh. Mit seinen vier Arkaden­geschossen und 50 000 Zuschauerplätzen stand dieses Amphitheater dem Kolosseum in Rom an Größe nur um Weniges nach. 

In der Kämpferschule Capuas lernte der thrakische Sklave Spartakus das Gladiatorenhandwerk. Doch er floh 73 v. Chr. und avancierte zum Anführer des berühmten, zwe Jahre währenden Aufstandes gegen die Römer.

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Caserta, Palazzo Reale di Caserta
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Palast von Caserta

Caserta
Im Bauernland, das die Römer wegen seiner Fruchtbarkeit Campania felix nannten, ließ der Bourbonenkönig Karl III. Mitte des 18. Jh. den Palazzo Reale, auch Reggia di Caserta, errichten. Luigi Vanvitelli plante das Versailles Italiens mit seinen 1217 Räumen, das heute UNESCO-Weltkulturerbe ist. Eine barocke Prunktreppe führt hinauf zur Königskapelle, zum Hoftheater und zu den in Gold, Marmor und Stuck schwelgenden Apartments. Die Bibliothek ist mit Gemälden italienischer und holländischer Meister geschmückt, der goldverbrämte Thronsaal mit Medaillons der Bourbonen. An der Decke des Alexandersaales wird ›Alexanders Hochzeit mit Roxane‹ zelebriert, zu den Akteuren gehören Krieger und Löwen, Putten und ein Dromedar. Im Park wandelt man vorbei an bombastischen Wasserspielen und bewegten Skulpturengruppen zu künstlichen Ruinen und einer Spielzeugfestung für die Prinzen.
Sant'Angelo in Formis, Basilica di Sant'Angelo in Formis
Tipp der ADAC Redaktion
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Basilica di Sant'Angelo in Formis

Sant'Angelo in Formis
Ein Zauber liegt über der lieblichen Landschaft an den Hängen des Monte Tifata, wo oberhalb der gleichnamigen Ortschaft eine der interessantesten mittelalterlichen Kirchen Süditaliens steht. Den ursprünglichen Bau errichteten Mönche im 6. Jh. auf den Ruinen eines Diana-Tempels. Ihr heutiges Aussehen verdankt die dreischiffige Basilica di Sant’Angelo in Formis dem Abt Desiderius von Montecassino sowie Baumeistern und Künstlern des 11. Jh., wobei Teile des Fußbodens, Inschriften, Säulen und Mosaiken des vorchristlichen Tempels erhalten blieben. Diese heidnischen Baureste fügen sich in perfekter Harmonie mit den hinreißenden Fresken byzantinischer Maler zu einem einzigartigen Monument des Glaubens zusammen. Szenen aus dem Alten und Neuen Testament an den Seitenwänden, ein von den Symbolen der vier Evangelisten umgebener Christus auf dem Thron in der Apsis und eine Darstellung des jüngsten Gerichts an der Westwand beim Ausgang - dieser Bilderbogen ist sicherlich der bedeutendste Freskenzyklus Italiens aus dem 11. Jh.
Capua, Cattedrale Santa Maria Assunta
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Cattedrale Santa Maria Assunta

Capua
Die Cattedrale Santa Maria Assunta in der Kleinstadt Capua nordwestlich von Caserta entstand im 9. Jh. und erfuhr im Laufe der Zeit mehrfach Veränderungen und Erweiterungen. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt der Sakralbau nach Bombenangriffen 1943 schwere Schäden und wurde in der Folge in den romanischen Formen des 12. Jh wiederaufgebaut. Die Säulen des Atriums mit ihren korinthischen Kapitellen stammen noch aus römischer Zeit. Auch die frühmittelalterlichen Kapitelle der Krypta mit ihren Tierdarstellungen sind sehenswert.
Capua
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Ortsbild

Capua

Capua
In der Antike fungierte das am Fluss Volturno gelegene Casilinum als Hafen des 5 km entfernten Capua. Nachdem dieses im 5. Jh. von Vandalen zerstört worden war, übernahm Casilinum Rolle und Namen. Das Museo Campano birgt urtümliche Sitzstatuen der Muttergottheit Mater Matuta mit Wickelkindern (7.–2. Jh. v. Chr.) sowie staufische Porträtbüsten von der Porta di Capua. Am Monte Tifata befindet sich die Basilica Sant’ Angelo in Formis (10./11. Jh.). Ihr Inneres ist mit farbenfrohen Fresken zum Alten und Neuen Testament ausgeschmückt.
Casertavecchia, Cattedrale San Michele
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Cattedrale San Michele

Casertavecchia
Inmitten geduckter Bürgerhäuser erhebt sich auf der Piazza Vescovado die 1153 geweihte Kathedrale San Michele, in der romanische, arabische und normannische Stilelemente ein harmonisches Gesamtkunstwerk ergeben. Die Säulen im Mittelschiff stammen aus der Antike. Ihre unterschiedliche Länge glichen die mittelalterlichen Baumeister einfach, aber genial aus, indem sie den Boden ansteigen ließen.
Caserta
Tipp der ADAC Redaktion
 

Caserta

 
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Wer durch die Ruinen der beiden römischen Städte Pompeji und Herculaneum schlendert, findet eindrucksvolle ­Spuren ­einer systematischen Stadtplanung, eines differenzierten Gemeinwesens und eines behaglichen Lebensstils. Doch liegt es auf der Hand, dass sich Wohnbauten mit allem Komfort ­damals nur die sehr wohlhabende Oberschicht leis­ten konnte. Die Patri­zier lebten in romantisch kom­po­nierten Raumfluchten voller Kunst, Luxus und technischen Raffinessen, wie die Ruinenstädte im Schatten des Vesuv noch heute eindrücklich bezeugen.  Während die Majorität der römischen Bürger in einfachen Häusern oder Mietskasernen wohnte, wechselten Senatoren, Feldherren und Kaiser ihre Residenzen mit den Jahreszeiten. Im Winter blieb man im Stadthaus, dem Domus, im Sommer vergnügte und entspannte man sich auf dem Landgut in der luxuriös ausgestatteten Villa rustica.  Römischer Lebensstil bedeutete auch, ein einmal bewährtes System kaum mehr zu variieren. Das galt für öffentliche Gebäude ebenso wie für Nobelresidenzen. Deswegen sind so gut wie alle Wohngebäude nach einem ähnlichen, denkbar einfachen Schema errichtet worden. Auf der einen Seite eines zentralen Innenhofs, des Atriums, lagen die Herrschafts- und Repräsentationssäle, auf der anderen reihten sich die Wirtschaftsräume und Kammern für das Hauspersonal. Dem überdachten Atrium, das durch eine Öffnung in der Mitte Licht erhielt, wurde ab dem 2. Jh. v. Chr. ein Hof mit Säulenumgang (Peristyl) und Garten angegliedert, in dem der Hausherr im Freundeskreis zu lustwandeln pflegte. Um das Peristyl gruppierten sich Speise-, Schlaf- und Gästezimmer, ein Kult­raum mit Altar für die Hausgötter und die Thermen. Zur Ausstattung ­römischer Badeanlagen gehörte stets ein kaltes (Frigidarium), ein lauwarmes (Tepidarium) und ein heißes Wasserbecken (Caldarium) mit Dampf­bad. Brennöfen und Heizräume (Hypokaustum) unter den Fußböden sorgten für Wärme. Die Säle, Gärten, Thermen und Privatgemächer waren häufig mit Darstellungen der antiken Mythologie und Szenen aus der alltäglichen Lebenswelt geschmückt. Farbenfrohe Wandmalereien, kostbare Mosaikfußböden und meisterhafte Skulpturen belebten das Ambiente. Die Götter- und Heldentaten, die Schilderungen von Sport und Spiel, Fischfang und Jagd, Liebe und Eros dienten der Kontemplation und Selbstdarstellung.
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