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Montegrotto Terme, Venetien, Italien
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Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft
Prato della Valle
PaduaDer ovale Platz, der in der Antike als Amphithater und im Mittelalter als Pferderennbahn diente, wurde im 18. Jh. opulent ausgestattet. In seiner Mitte umfließt ein von eleganten Steinbrücken überspannter Kanal eine kleine Insel. Malerisch spiegeln sich die an den Ufern aufgereihten 87 Statuen gelehrter Bürger im Wasser. Acht Kuppeln krönen die Renaissancebasilika Santa Giustina am Südende der Anlage.

Tipp der ADAC Redaktion
Museen
Scrovegni-Kapelle
PaduaDie Scrovegni-Kapelle ist einer der größten Schätze von Padua. Das um 1300 aus Backsteinen errichtete Gebäude gehörte einst zum Palazzo der Familie Scrovegni, deren Reichtum aus dem Geldverleih stammte und, der Überlieferung nach, auch aus der Wucherei. Vermutlich aus Angst um ihr Seelenheil engagierten sie den Maler Giotto di Bondone, der die Hauskapelle mit biblischen Motiven schmückte. Oftmals wird das Bauwerk auch als Arenakapelle bezeichnet, da es auf dem Gelände eines einstigen römischen Amphitheaters errichtet wurde. Die Scrovegni-Kapelle in Padua: Meisterwerk des Künstlers Giotto di Bondone Der Freskenzyklus der Scrovegni-Kapelle in Padua erzählt in Bildfolgen die Lebensgeschichte der Jungfrau Maria sowie das Leben Christi bis zur Auferstehung. Die oberen Seitenwände sind Szenen aus dem Leben Marias und ihren Eltern Anna und Joachim vorbehalten. Ausdrucksstark in szeniert ist die großflächige Darstellung des Jüngsten Gerichts: Sie zeigt den richtenden Christus zwischen den Aposteln und den Sündern auf dem Weg zur Hölle an der Rückwand. Giottos lebensnahes Werk und die perspektivische Raumdarstellung gelten als Vorboten der Renaissance. Die Malereien sind so umfangreich, dass es sinnvoll ist, dem Zyklus mit einem Plan zu folgen. Reisetipp für Kulturinteressierte: Museen in Padua Das Museum für mittelalterliche und moderne Kunst ist ein Teil des Padova Musei Civici, zu denen unter anderem auch ein Archäologisches Museum zählt. Es hält eine weitere sehenswerte Ausstellung in Padua bereit: Unter anderem sind Werke großer Meister wie Boccacini und Tintoretto zu besichtigen. Der Palazzo della Ragione war einst Sitz der städtischen Gerichte der Stadt. Neben beeindruckenden Fresken gibt es unter anderem ein Foucaultsches Pendel zu sehen. Eine Tour zu den Museen lässt sich mit dem Stadtplan leicht planen.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Basilika des Heiligen Antonius Padua
PaduaSechs byzantinische Kuppeln und zahlreiche Türmchen bedachen die Basilika aus dem 13. Jh. Die Paduaner nennen sie wie ihren Schutzpatron Sant’ Antonio nur ›Il Santo‹, der Heilige. Der kürzeste Heiligsprechungsprozess der Kirchengeschichte brachte den Franziskanermönch 1232 in den himmlischen Kreis – elf Monate nach seinem Tod mit nur 35 Jahren. Seither reißt der Pilgerstrom zum Reliquienaltar in der Cappella dell’Arco del Santo im linken Querhaus nicht ab. Besondere Beachtung verdienen auch die gotische Cappella di San Giacomo im rechten Querhaus mit figurenreichen Fresken zum Leben des Jakobus und der Hochaltar mit Skulpturen des Florentiner Bildhauers Donatello (1386-1466). Dem genialen Künstler verdankt Padua auch das erste freistehende Reiterstandbild seit der Antike. Donatellos Bronzedenkmal auf der Piazza del Santo vor der Basilica zeigt den venezianischen Söldnerführer Gattamelata, einen Machtmenschen, hoch zu Ross.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Palazzo della Ragione
PaduaDer Palazzo della Ragione aus dem 13. Jh. thront majestätisch zwischen den beiden altehrwürdigen Marktplätzen Piazza della Frutta und Piazza delle Erbe. ›Il Salone‹ wird das gotische Rathaus auch genannt. Grund dafür ist die Sala im obersten Geschoss, ein Raum von beeindruckenden Ausmaßen (80 m lang, 27 m breit, 25 m hoch). Fresken schmücken die Wände, 333 Bildfelder zeigen biblische Szenen und astrologische Motive. Mitten im Raum steht ein riesiges Holzpferd aus dem 15. Jh., Kopie des Pferdes vom Reiterstandbild des Gattamelata auf der Piazza del Santo. Die Sala wird heute für Ausstellungen und Kulturveranstaltungen genutzt.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Chiesa degli Eremitani
PaduaDie imposante Chiesa degli Eremitani wurde im 13. Jh. errichtet, bei einem Luftangriff 1944 weitgehend zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Erhalten sind einige kostbare Fresken des Renaissancemalers Andrea Mantegna, etwa ›Himmelfahrt Mariens‹, ›Martyrium des hl. Christophorus‹ und ›Abtransport seines Leichnams‹. Im früheren Kloster zeigen die Musei Civici agli Eremitani archäologische Funde, Gemälde von Giorgione und Tizian sowie Skulpturen von Vittoria und Canova.

Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild
Abano Terme
Abano TermeDass die Euganeischen Hügel (Colli Euganei) mit ihren heilenden Quellen sich für einen Kuraufenthalt anbieten, wussten bereits die alten Römer. Davon zeugen die Überreste antiker Thermalbäder. Ob in Abano, Montegrotto, Battaglia oder Galzignano, in allen vier Kurorten des riesigen Fango-Zentrums können sich die Gäste in heißem Schlamm oder in Schwitzgrotten suhlen. Aus 200 Brunnen sprudeln pro Sekunde 2000 l Heilwasser. Berühmt ist das Hinterland von Padua für den leichten weißen Moscato. Wer diesesn verkosten oder gar kaufen möchte, der begebe sich einfach auf die gut ausgeschilderte Strada del Vino, die Weinliebhaber direkt zu den Winzern führt.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Abbazia di Praglia
TeoloAm Fuße des Lonzina-Hügels liegt nur 5 km westlich von Abano Terme die Abbazia di Praglia (11. Jh.). Das zuletzt in der Renaissance umgebaute und im Inneren mit herrlichen Fresken geschmückte Benediktinerkloster umschließt vier bezaubernde Kreuzgänge. Die Mönche stellen Honig, Kräutertees und Kosmetika her, die sie im gut sortierten Klosterladen verkaufen.

Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft
Botanischer Garten Padua
PaduaEr ist der älteste Universitätsgarten der Welt und heute UNESCO-Welterbe. Seit 1545 wachsen im Botanischen Garten Heilkräuter, Blumen und Bäume aus aller Welt. Goethe ließ sich inmitten der exotischen Gewächse angeblich zu seiner Urpflanzen-Theorie inspirieren, weshalb eine Palme seinen Namen trägt.

Tipp der ADAC Redaktion
Gastronomie
Caffè Pedrocchi
PaduaSeit 1831 treffen sich im klassizistischen Caffè Pedrocchi Künstler und Intellektuelle. Heute ist das noble Restaurant Schauplatz eleganter Empfänge, Events und studentischer Feiern. Noch immer gibt es einen grünen, einen weißen und einen roten Salon als Erinnerung an jene patriotischen Tage, als man mit den Farben der italienischen Trikolore gegen die österreichische Okkupation Venetiens aufbegehrte.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Palazzo del Bò
PaduaDer Palazzo del Bò ist Hauptsitz der Universität. 75.000 Studenten besuchen die altehrwürdige Hochschule, die kurz und bündig Bò, Ochse, genannt wird. Gegründet wurde sie 1222 von jenen Professoren, die gegen die Engstirnigkeit Bolognas protestierten. Im 15. Jh. entstand auf dem Grundstück des Gasthofes ›Zum Ochsen das neue Hauptgebäude. Der Name des Wirtshauses blieb an der Uni hängen, bis heute. In der Sala Quaranta erinnert ein Pult an den von der Inquisition verfolgten – und erst Ende des 20. Jh. von der Kirche rehabilitierten – Astronomen Galileo Galilei, der in Padua 1592-1610 unterrichtete. Als größte Sensation gilt der 1594 eröffnete erste anatomische Hörsaal Europas, das Teatro Anatomico im 1. Stock des Palazzo del Bò. Es ist 12 m hoch, und die hölzernen Zuschauerränge erheben sich steil über der elliptischen Bühne mit dem Seziertisch für die Obduktion von Menschen und Tieren. Fortschrittlich war Padua auch im Bezug auf Emanzipation: Schon Mitte des 17. Jh. erwarb eine Frau hier den Doktortitel.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Gattamelata
PaduaDem genialen Florentiner Bildhauer Donatello (1386-1466) verdankt Padua das erste frei stehende Reiterstandbild seit der Antike. Donatello verewigte den venezianischen Söldnerführer Erasmo da Narni, genannt Gattamelata (gefleckte Katze) hoch zu Ross auf der Piazza del Santo vor der Basilica di Sant’Antonio.

Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke
Palazzo del Capitanio
PaduaDie Piazza dei Signori beherrscht der monumentale Palazzo del Capitanio (1605). Am einstigen Sitz des venezianischen Stadtkommandanten zieht die 1427 konstruierte Sternenuhr auf dem Arco dell’ Orologio alle Blicke auf sich.
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