Wasserburgs grandiose Lage auf einer engen, vom Inn fast vollständig umflossenen Landzunge erfasst man am besten von der ›Schönen Aussicht‹ am Kellerberg. Von oben wird die strenge Ordnung der gleich hohen Bürgerhäuser deutlich, überragt von den ziegelroten steilen Dächern des Rathauses, der Frauenkirche und der Stadtpfarrkirche St. Jakob.
Die Ratsstube (kleiner Rathaussaal) des Rathauses schmücken Deckenfresken von 1564. Die spätgotische Hallenkirche St. Jakob birgt eine prächtige, figurenreiche Renaissancekanzel von 1638. Die barockisierte Frauenkirche zeigt im Hochaltar ein gotisches Gnadenbild der Muttergottes von 1420 im Stil einer ›Schönen Madonna‹. Burg oder auch Schloss Wasserburg entstand 1137 und wurde Anfang des 16. Jh. in spätgotischem Stil umgebaut. Der Komplex ist nicht öffentlich zugänglich. Auch die Moderne hat ihren Platz: Rund um die Altstadt verläuft auf dem Hochwasserdamm ein Skulpturenweg mit über 30 zeitgenössischen Plastiken.
Das Wegmachermuseum demonstriert, wie sich seit der Römerzeit der Straßen- und Brückenbau entwickelt hat.