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Altenstadt, Kirche St. Michael
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

St. Michael Altenstadt

Altenstadt
Die romanische Basilika St. Michael wurde 1180-1220 aus Tuffstein erbaut, dreischiffig, ohne Querhaus, mit drei Apsiden und zwei Chortürmen. Innen herrscht romanische Strenge: Mittel- und Seitenschiffe werden von Arkaden aus wuchtigen Pfeilern getrennt, die glatte Wände und rippenlose Kreuzgewölbe tragen. Romanische Ausstattungsstücke sind der reliefverzierte Taufstein und der ›Große Gott von Altenstadt‹. Diese monumentale Kreuzigungsgruppe vom Anfang des 13. Jh. im Chor zeigt den Gekreuzigten, der 3,20 groß ist, als Erlöser mit Goldreif. Flankiert wird er von Maria und Johannes.
Altenstadt, Strumpfmuseum
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Strumpfmuseum

Altenstadt
Seide, Nylon und alles was Damenbeinen schmeichelt – das Strumpfmuseum beim Werksverkauf der Firma Vatter V1 erzählt die Geschichte des Strumpfes und zeigt Unikate wie Handstrickstrümpfe von 1850 und den ersten Perlonstrumpf von 1940.
Schongau
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Schongau

Schongau
Hoch über dem Lech liegt Schongau, das Zentrum des Pfaffenwinkels, jener sanften Hügellandschaft, die einst in Kirchenbesitz war. Die Stadt wurde um 1235 von Stauferkaiser Friedrich II. gegründet. Von Osten hat man den schönsten Blick auf die Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen. Die zentrale Münzstraße erweitert sich zum Marienplatz mit dem gotischen Ballenhaus. Sehenswert ist auch die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrem Wessobrunner Stuck und Deckenfresken von Matthäus Günther.
Schongau, Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Mariä Himmelfahrt Schongau

Schongau
Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt besitzt Wessobrunner Stuck und Deckenfresken von Matthäus Günther. Der prunkvolle Hochaltar stammt von Franz-Xaver Schmädl.
Schongau, Ballenhaus
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Ballenhaus

Schongau
Blickfang am Marienplatz ist das gotische Ballenhaus mit mächtigem Treppengiebel. Früher war es Rathaus und Umschlagplatz für Waren, die auf der Via Claudia Augusta transportiert wurden. Heute dient es als Veranstaltungsstätte und beherbergt ein Bistro und Eiscafé.
Schongauer Land
Tipp der ADAC Redaktion
 

Schongauer Land

 
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Reiseführer-Themen

Märchenkönig Ludwig II. – ein Monarch in seiner eigenen Welt

Die Rätsel um Leben und Tod König Ludwig II. gehören untrennbar zu Bayern. 1845, als der Erbprinz im Münchener Schloss Nymphenburg geboren wurde, herrschte sein Großvater Ludwig I. in Bayern. Ihm folgte Max II., der das Land so streng regierte, wie er Ludwig und dessen jüngeren Bruder Otto erzog. Als Maximilian II. 1864 starb, wurde Ludwig II. von Bayern zum König gekrönt, im Alter von 18 Jahren. In innen- und außenpolitisch turbulenter Zeit ging er mit Eifer und Idealismus ans Werk.  Schöngeist im Krieg 1866 wurde Bayern gegen den Willen Ludwigs in den Krieg Österreichs gegen Preußen verwickelt. Nach der Niederlage musste sich Bayerns Armee dem preußischen Oberbefehl unterstellen, ein Umstand, der das Land 1870 in den deutsch-französischen Krieg zog. 1871 gelang Bismarck die Reichsgründung. Ludwig schmerzte die Preisgabe der bayerischen Souveränität, immerhin erhandelte er etliche Sonderrechte.  Er muss einsam gewesen sein, der junge König. Seine Homosexualität konnte er nicht offen leben. Eine Verlobung mit Herzogin Sophie von Bayern währte nicht lange. Tief verbunden fühlte sich Ludwig seiner Großcousine Sisi, der österreichischen Kaiserin Elisa­beth. Es war keine erotische Beziehung, sondern eine Wesensverwandtschaft: Beiden war die Krone eine Last, beide waren fantasievoll, beide galten als exzentrisch, beide liebten ihre oberbayerische Heimat.  Förderer der Musik Richard Wagners und Bauherr von Schloss Neuschwanstein Den tiefsten Einfluss auf Ludwig übte Richard Wagner aus. Der zu dieser Zeit hoch verschuldete Komponist konnte mit Ludwigs Hilfe sein Werk fortsetzen und schenkte dem jungen König dafür die Fantasiewelten seines Musiktheaters. Schon bald zwang die bayerische Regierung Ludwig, Wagner zu entlassen und seinen Traum aufzugeben, über den Isarauen ein gigantisches Festspielhaus zu bauen. Ludwig, schwer enttäuscht, plante danach kein Bauwerk mehr für die Öffentlichkeit, nur für sich selbst. Zuerst baute Ludwig II. Schloss Linderhof in den Ammergauer Alpen, dann das märchenhafte Schloss Neuschwanstein in der Nähe von Füssen, danach nach Vorbild des  französischen Versailles, sein Schloss Herrenchiemsee mitten im Chiemsee.  Absturz und rätselhafter Tod Er gab Staatsgelder mit vollen Händen aus und vernachlässigte seine Amtsgeschäfte. Eine von der bayerischen Regierung eingesetzte Ärztekommission urteilte ohne Untersuchung, dass die »geistigen Kräfte seiner Majestät zerrüttet« seien. Ludwig wurde 1886 entmachtet und nach Schloss Berg gebracht. Hier starb er am 13. Juni 1886 im Starnberger See. Unfall? Selbstmord? ­Gewalttat? Man weiß es nicht. In Berg markiert ein Holzkreuz im See wenige Meter vom Ufer entfernt die Stelle, wo man die Leiche des Königs fand.
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