Polling

Polling, Deutschland

Die Pollinger Klosterkirche verdeutlicht das Märchenhaft-Repräsentative des Barock. Die Stuckaturen in zarten Farben, rosa, hellgrau, blassgelb, geben der Kirche etwas Puppenstubenhaftes. Dabei gehören die Figuren des Hochaltars zu den Hauptwerken bayerischer Rokokoskulptur. Anrührend schlicht in all der Pracht: das Pollinger Kreuz. Der Legende nach hat eine Hirschkuh das Gnadenbild aus dem Boden gescharrt.
In Polling zerstörte die Säkularisation Anfang des 19. Jh. einen Großteil der ursprünglichen Anlage. Erhalten ist neben der Kirche auch der Bibliothekssaal, in dem Konzerte erklingen.

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Polling, Stiftskirche
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Bauwerke

Stiftskirche

Polling
Die dreischiffige gotische Hallenkirche wurde als erster süddeutscher Kirchenbau barock umgestaltet (Wessobrunner Stuckateur-Schule). Das Gotteshaus verfügt über eine besonders reiche Innenausstattung aus dem 17. und 18. Jh. Das Gnadenbild des gewaltigen Hochaltars ist das Tassilokreuz aus vergoldeter und bemalter Pferdehaut.
Pfaffenwinkel
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Landschaft

Pfaffenwinkel

Schongau
Ihren Namen verdankt die Region der hohen Dichte an Klöstern und Kirchen. Ein erster Beleg dieser Bezeichnung findet sich im Vorwort der 1756 von dem Raistinger Pfarrer Gailer verfassten Schrift Vindelicia Sacra über die Gegend rund um Weilheim und soll zu dieser Zeit bereits im Volksmund für diese ›Ecke der Mönche‹ gebräuchlich gewesen sein. Die räumlichen Grenzen des Pfaffenwinkels sind unscharf, da es sich mehr um einen historischen als geographischen Begriff handelt. Im engeren Sinne umfasst sie eine sanfthügelige Voralpenlandschaft von rund 30 km Länge und 20 km Breite mit den Hauptorten Schongau, Weilheim, Wessobrunn und der Wieskirche.
Weilheim in Oberbayern, Stadtmuseum
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Museen

Stadtmuseum

Weilheim in Oberbayern
Das Stadtmuseum im Alten Rathaus am Marienplatz präsentiert Skulpturen des 15.-19. Jh., Malerei, Möbel und Handwerk des 16.-19. Jh., so auch das Weilheimer Goldschmiedehandwerk des 16./17. Jh., sowie religiöses Brauchtum des 15.-20. Jh. und archäologische Funde der Jungsteinzeit bis Merowingerzeit. Höhepunkte des Hauses sind eine Jahreskrippe von 1721 und zwei bäuerliche Schlafzimmer des 18./19. Jh. Wechselausstellungen mit Werken regionaler Künstler ergänzen das Programm.
Weilheim in Oberbayern, Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Weilheim in Oberbayern
Die Stadtpfarrkirche am Marienplatz wurde um 1624 als Wandpfeilerkirche errichtet und avancierte zum Vorbild für viele frühbarocke Sakralbauten. Ihr Inneres ziert Wessobrunner Stuck. Die drei Deckenfresken von Elias Greither d. Ä. und seinem Sohn Johann zur Verherrlichung Mariä und der Engel von 1627 sind frühe Beispiele barocker Deckenmalerei.
Weilheim in Oberbayern
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Weilheim

Weilheim in Oberbayern
Weilheim bewahrt noch Teile seiner Stadtmauern und Gräben. Das Stadtmuseum im Alten Rathaus am Marienplatz dokumentiert die Geschichte. Die Stadtpfarrkirche am selben Platz wurde um 1624 als Wandpfeilerkirche erbaut und avancierte zum Vorbild für viele frühbarocke Sakralbauten.
Wessobrunn, Eibenwald Spaziergang
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Eibenwald Wessobrunn

Wessobrunn
5 Km südlich von Wessobrunn steht bei Paterzell der größte erhaltene Eibenwald Europas. Die giftigen, langsam wachsenden Bäume werden uralt, sind aber wegen ihres ausgzeichneten, harten Holz fast ausgerottet. Ein Lehrpfad führt vom Landgasthof Zum Eibenwald zu den verstreut stehenden mehrere 100 Jahre alten Bäume.
Hohenpeißenberg, Hoher Peißenberg
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Hoher Peißenberg

Hohenpeißenberg
Der Hohe Peißenberg (988 m) überragt das sanfte Hügelland des Pfaffenwinkels und bietet einen Rundumblick auf glitzernde Voralpenseen und Moore. Vom Ort Hohenpeißenberg ist der Gipfel mit dem Auto oder zu Fuß zu erreichen. Ein ›Wetterlehrpfad‹ stellt die Arbeit des Meteorologischen Observatoriums vor, das hier seit 1781 Wetterdaten erfasst und damit die älteste Bergwetterwarte der Welt ist.
Weilheim in Oberbayern, Motorradtour im Allgäu
Tipp der ADAC Redaktion
Touren

Motorradtour im Allgäu

Weilheim in Oberbayern
Die Motorradtour vom Pfaffenwinkel an den Bodensee begeistert: Unterwegs gibt es prächtige Klöster und Kirchen, hübsche Städtchen und Schloss Neuschwanstein zu sehen. Tipps für eine Motorradtour im Allgäu mit zahlreichen Highlights.
Weilheimer Land
Tipp der ADAC Redaktion
 

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Märchenkönig Ludwig II. – ein Monarch in seiner eigenen Welt

Die Rätsel um Leben und Tod König Ludwig II. gehören untrennbar zu Bayern. 1845, als der Erbprinz im Münchener Schloss Nymphenburg geboren wurde, herrschte sein Großvater Ludwig I. in Bayern. Ihm folgte Max II., der das Land so streng regierte, wie er Ludwig und dessen jüngeren Bruder Otto erzog. Als Maximilian II. 1864 starb, wurde Ludwig II. von Bayern zum König gekrönt, im Alter von 18 Jahren. In innen- und außenpolitisch turbulenter Zeit ging er mit Eifer und Idealismus ans Werk.  Schöngeist im Krieg 1866 wurde Bayern gegen den Willen Ludwigs in den Krieg Österreichs gegen Preußen verwickelt. Nach der Niederlage musste sich Bayerns Armee dem preußischen Oberbefehl unterstellen, ein Umstand, der das Land 1870 in den deutsch-französischen Krieg zog. 1871 gelang Bismarck die Reichsgründung. Ludwig schmerzte die Preisgabe der bayerischen Souveränität, immerhin erhandelte er etliche Sonderrechte.  Er muss einsam gewesen sein, der junge König. Seine Homosexualität konnte er nicht offen leben. Eine Verlobung mit Herzogin Sophie von Bayern währte nicht lange. Tief verbunden fühlte sich Ludwig seiner Großcousine Sisi, der österreichischen Kaiserin Elisa­beth. Es war keine erotische Beziehung, sondern eine Wesensverwandtschaft: Beiden war die Krone eine Last, beide waren fantasievoll, beide galten als exzentrisch, beide liebten ihre oberbayerische Heimat.  Förderer der Musik Richard Wagners und Bauherr von Schloss Neuschwanstein Den tiefsten Einfluss auf Ludwig übte Richard Wagner aus. Der zu dieser Zeit hoch verschuldete Komponist konnte mit Ludwigs Hilfe sein Werk fortsetzen und schenkte dem jungen König dafür die Fantasiewelten seines Musiktheaters. Schon bald zwang die bayerische Regierung Ludwig, Wagner zu entlassen und seinen Traum aufzugeben, über den Isarauen ein gigantisches Festspielhaus zu bauen. Ludwig, schwer enttäuscht, plante danach kein Bauwerk mehr für die Öffentlichkeit, nur für sich selbst. Zuerst baute Ludwig II. Schloss Linderhof in den Ammergauer Alpen, dann das märchenhafte Schloss Neuschwanstein in der Nähe von Füssen, danach nach Vorbild des  französischen Versailles, sein Schloss Herrenchiemsee mitten im Chiemsee.  Absturz und rätselhafter Tod Er gab Staatsgelder mit vollen Händen aus und vernachlässigte seine Amtsgeschäfte. Eine von der bayerischen Regierung eingesetzte Ärztekommission urteilte ohne Untersuchung, dass die »geistigen Kräfte seiner Majestät zerrüttet« seien. Ludwig wurde 1886 entmachtet und nach Schloss Berg gebracht. Hier starb er am 13. Juni 1886 im Starnberger See. Unfall? Selbstmord? ­Gewalttat? Man weiß es nicht. In Berg markiert ein Holzkreuz im See wenige Meter vom Ufer entfernt die Stelle, wo man die Leiche des Königs fand.
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