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Ostallgäu

 
Die Region Ostallgäu verzaubert mit romantischen Bergen, glasklaren Seen und märchenhaften Schlössern, darunter Schloss Neuschwanstein. Auch der Baumkronenweg Ziegelwies in Füssen oder die Sommerrodelbahn Tegelberg in Schwangau sind bei Jung und Alt beliebte Urlaubsziele. Der Reiseführer hält individuelle Tipps für den Urlaub im Ostallgäu bereit. Ostallgäu-Reisetipps: Museum der Könige Das Ostallgäu ist unter anderem berühmt für seine prachtvollen Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau . Hohenschwangau war die Kindheitsresidenz König Ludwigs II. Dieser ließ Neuschwanstein ab Mitte des 19. Jahrhunderts als Märchenschloss errichten. Das Museum der bayerischen Könige in Schwangau (und in Sichtweite zu den Schlössern) zeigt unter anderem spannende Details der Lebensgeschichte des Märchenkönigs Ludwig II. Kaufbeuren mit ADAC Maps entdecken Crescentiakloster, Fünfknopfturm, Stadtmuseum Kaufbeuren – die Stadt mit dem Beinamen „Tor zum Allgäu“ hat einiges zu bieten. Wer zur Abwechslung Ruhe sucht, fährt zum südlich von Kaufbeuren gelegenen Bärensee. Dieser liegt in einem Naturschutzgebiet, seine Staumauer ist Hotspot für schöne Erinnerungsfotos im Sonnenuntergang.
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Märchenkönig Ludwig II. – ein Monarch in seiner eigenen Welt

Die Rätsel um Leben und Tod König Ludwig II. gehören untrennbar zu Bayern. 1845, als der Erbprinz im Münchener Schloss Nymphenburg geboren wurde, herrschte sein Großvater Ludwig I. in Bayern. Ihm folgte Max II., der das Land so streng regierte, wie er Ludwig und dessen jüngeren Bruder Otto erzog. Als Maximilian II. 1864 starb, wurde Ludwig II. von Bayern zum König gekrönt, im Alter von 18 Jahren. In innen- und außenpolitisch turbulenter Zeit ging er mit Eifer und Idealismus ans Werk.  Schöngeist im Krieg 1866 wurde Bayern gegen den Willen Ludwigs in den Krieg Österreichs gegen Preußen verwickelt. Nach der Niederlage musste sich Bayerns Armee dem preußischen Oberbefehl unterstellen, ein Umstand, der das Land 1870 in den deutsch-französischen Krieg zog. 1871 gelang Bismarck die Reichsgründung. Ludwig schmerzte die Preisgabe der bayerischen Souveränität, immerhin erhandelte er etliche Sonderrechte.  Er muss einsam gewesen sein, der junge König. Seine Homosexualität konnte er nicht offen leben. Eine Verlobung mit Herzogin Sophie von Bayern währte nicht lange. Tief verbunden fühlte sich Ludwig seiner Großcousine Sisi, der österreichischen Kaiserin Elisa­beth. Es war keine erotische Beziehung, sondern eine Wesensverwandtschaft: Beiden war die Krone eine Last, beide waren fantasievoll, beide galten als exzentrisch, beide liebten ihre oberbayerische Heimat.  Förderer der Musik Richard Wagners und Bauherr von Schloss Neuschwanstein Den tiefsten Einfluss auf Ludwig übte Richard Wagner aus. Der zu dieser Zeit hoch verschuldete Komponist konnte mit Ludwigs Hilfe sein Werk fortsetzen und schenkte dem jungen König dafür die Fantasiewelten seines Musiktheaters. Schon bald zwang die bayerische Regierung Ludwig, Wagner zu entlassen und seinen Traum aufzugeben, über den Isarauen ein gigantisches Festspielhaus zu bauen. Ludwig, schwer enttäuscht, plante danach kein Bauwerk mehr für die Öffentlichkeit, nur für sich selbst. Zuerst baute Ludwig II. Schloss Linderhof in den Ammergauer Alpen, dann das märchenhafte Schloss Neuschwanstein in der Nähe von Füssen, danach nach Vorbild des  französischen Versailles, sein Schloss Herrenchiemsee mitten im Chiemsee.  Absturz und rätselhafter Tod Er gab Staatsgelder mit vollen Händen aus und vernachlässigte seine Amtsgeschäfte. Eine von der bayerischen Regierung eingesetzte Ärztekommission urteilte ohne Untersuchung, dass die »geistigen Kräfte seiner Majestät zerrüttet« seien. Ludwig wurde 1886 entmachtet und nach Schloss Berg gebracht. Hier starb er am 13. Juni 1886 im Starnberger See. Unfall? Selbstmord? ­Gewalttat? Man weiß es nicht. In Berg markiert ein Holzkreuz im See wenige Meter vom Ufer entfernt die Stelle, wo man die Leiche des Königs fand.
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