Ob als Hugenotten-, Weihnachts- oder auch Bierstadt: Erlangen hat viele Gesichter und fühlt sich in seiner Rolle als kleinste Großstadt Bayerns pudelwohl. Die Stadt liegt inmitten Frankens und wurde einst von Markgraf Christian Ernst für die französischen Hugenotten gebaut. Heute zählt Erlangen zu den in Deutschland am besten erhaltenen Planstädten im Barock-Stil. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt fällt sofort das großzügige Stadtbild auf, mit dem sich Erlangen von vielen anderen Städten Bayerns abhebt. Jedes Jahr findet zu Pfingsten in Erlangen eines der schönsten Volksfeste der gesamten Bundesrepublik statt: Die Erlanger Bergkirchweih markiert die beste Reisezeit für die Frankenstadt.
Erlangen-Reisetipps für die besten Sehenswürdigkeiten
Erlangen versteht sich darin, seine Gäste im Urlaub mit historischen Bauwerken und beeindruckender Architektur um den Finger zu wickeln. Schon aus der Ferne ist der Turm der Hungenottenkirche erkennbar. Auch bekannt als Le Temple, wurde sie als erstes Gotteshaus der Hungenotten gebaut, das sich außerhalb Frankreichs befand. Der Turm ragt 52 m gen Himmel. Von außen beinahe unscheinbar, gibt sich das Markgrafentheater im Inneren mit einem beeindruckenden Stil zu erkennen. Das Theater hält ganzjährig ein umfangreiches Programm für alle Altersklassen bereit.
Zu Fuß durch Erlangen: barocke Gartenanlagen und stilvolle Architektur
Die Jahrhunderte haben in Erlangen ihre Spuren hinterlassen. Der barocke Schlossgarten macht das noch einmal deutlich. Auf rund 7,5 ha finden sich hier zahlreiche Wege, die zum Spazierengehen und Entspannen einladen. Eins der Highlights ist der Hungenottenbrunnen aus dem Jahr 1706. Zwischen 1704 und 1706 entstand auf der Fläche des Parks zudem die Orangerie. Schon die Barockfassade mit Einflüssen des Rokoko und den Sandsteinplastiken ist einen Besuch wert. Im Inneren lohnt ein Abstecher in den Wassersaal im Mitteltrakt. Er ist für seine pompöse Stuckausstattung bekannt.