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Rust, Europa-Park Rust
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Europa-Park Rust

Rust
Der Europa-Park in Rust ist mit rund 5,4 Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich der meistfrequentierte Freizeitpark im deutschsprachigen Raum. Die weitläufige Anlage im Südwesten von Baden-Württemberg punktet mit leichter Erreichbarkeit auch aus den Nachbarländern Schweiz und Frankreich sowie mit der idyllischen Lage im Schwarzwald. Die 20 Themenbereiche mit über 100 Fahrgeschäften wurden von verschiedenen europäischen Ländern inspiriert. Neben zahlreichen Fahrattraktionen von rasanten Achterbahnen bis zu beschaulichen Karussells bietet der Europa-Park diverse Shows und eine umfangreiche Gastronomie für Pausen zwischendurch. Mehrere Bahnen wie die altehrwürdige Panoramabahn aus dem Eröffnungsjahr 1975 transportieren Besucherinnen und Besucher durch den Park, wenn die Wege einmal zu lang werden. Die Höhepunkte des Europa-Parks Zur Vorbereitung empfiehlt sich ein Reiseführer oder zumindest der Download des Parkplans, da sich die riesige Anlage kaum in einem Tag bewältigen lässt. Zu den größten Attraktionen gehören die Achterbahnen Silver Star, Blue Fire Megacoaster und Atlantica SuperSplash sowie die Wildwasserbahn Fjord Rafting. Einen Hauch Nostalgie verbreitet der beschauliche Alpenexpress, die erste Achterbahn aus dem Jahr 1984. Kleinkinder freuen sich auf große Spielplätze und Entdeckungsreisen im fantasievollen Märchenwald. In der Sommersaison lädt der Wasserspielplatz zum Herumtoben im kühlen Nass ein, für die Wintersaison gibt es überdachte Spielmöglichkeiten. Größere Kinder haben die Wahl unter altersgerechten Fahrgeschäften wie dem Wiener Wellenflieger und dem London Bus Ride. Shows und Gastronomie im Europa-Park Die meist 30-minütigen Shows bieten Staunenswertes während erholsamer Pausen zwischen den Fahrgeschäften. Das Angebot reicht von akrobatischen Stuntshows über Zauberei und Eiskunstlauf bis zu Comedy. Für die Kleinen gibt es unter anderem eine Märchenstunde und das 4D Magic Cinema. Jeder Themenbereich bietet außerdem ein meist landestypisches Restaurant wie die Pizzeria Venezia, die Taverna Mykonos und das niederländische Friethuys.
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Gotische Kathedralen in Frankreich: himmelstrebende Zeugen aus Stein und Frömmigkeit

Staunend steht man heute vor der Architektur der mittelalterlichen Baumeister, die das Streben nach ­Höherem in graziles Spitzenwerk aus Stein verwandelten. Die architektonischen Neuerungen der Gotik entstanden im 12. Jh. in der Île-de-France. In dieser Epoche herrschten ideale Bedingungen für die Errichtung dieser großartigen, überdimensionalen Gotteshäuser. Kathedralen im Höhenflug: Saint Denis und Reims  Es war eine Zeit relativen Friedens, guter Ernten, steigenden Wohlstands und Bevölkerungswachstums. Es war auch die Zeit der Kreuzzüge und einer erstarkenden Kirche, die Zeit, in der das Heilige Römische Reich langsam zerfiel und das französische Königshaus immer mehr an Macht gewann. Monarchie und Kirche waren damals eng verbunden, was an den Königsgalerien der Fassaden sichtbar wird und auch daran, dass die Könige in der Kathedrale von Reims gekrönt und in der Kathedrale von Saint Denis beigesetzt wurden.  Die gotische Baukunst entwickelte sich aus dem romanischen Stil mit seinen massiven Wänden, Rund­bögen, schweren Gewölben und dunk­len, gleichsam geduckten Innenräumen. Jetzt wollte man höher hinaus, dem göttlichen Licht entgegen. Zielführend war eine Erfindung der Statik: Die Baumeister verlegten das Strebewerk nach außen. Auf diese Weise konnte es das von Kreuzrippen getragene Gewölbe optimal abstützen, wodurch dessen Druck besser verteilt und aufgefangen wurde. Damit wurden auch allmählich die Emporen als stützende Elemente überflüssig. Das neue Raumgefühl verlangte jedoch nicht nur nach Höhe, sondern auch nach Licht und sanfter Helligkeit. Deshalb wurde die kompakte Mauer gleichsam aufgelöst und von hohen Fenstern und riesigen Fens­terrosetten zwischen den Strebepfeilern durchbrochen.  Glasmalerei und Steinmetzkunst entwickelten sich zu hoher Blüte. Feingliedrige Strebepfeiler, Ziergiebel (Wimperge), Türmchen (Fialen) und gotisches Dekor wie Maßwerk und Kreuzblumen lassen die Fassaden wie steinernes Spitzenwerk erscheinen. Religiöse Figuren zieren Giebelfelder (Tympana) und Bogenläufe (Archivolten), Gewändefiguren wie Engel und Heilige lösen sich erstmalig aus der Mauer heraus.   Hochmut der Baukunst: Kathedrale von Beauvais  Doch die neue Technik stieß auch an ihre Grenzen, als man Mitte des 13. Jh. in Beauvais eine alles überra­gende Kirche schaffen wollte. Das Schiff erreichte eine Höhe von 48 m, das Dach war gedeckt, die Kirche eingeweiht – doch 1284 stürzte ein Teil des Gewölbes ein. Im 16. Jh. brach außerdem der etwa 150 m hohe Turm in sich zusammen – die Gotik war an ihre baulichen Grenzen gestoßen. 
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