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Oberkirch, Heimat- und Grimmelshausenmuseum
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Heimat- und Grimmelshausenmuseum

Oberkirch
Das Museum widmet sich der Stadtgeschichte und Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1621-76), der fast 20 Jahre in Oberkirch lebte. Aus seinen Erfahrungen im Dreißigjährigen Krieg schrieb er mit ›Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch‹ den ersten deutschen Prosaroman von Weltgeltung.
Offenburg, Löwenbrunnen
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Löwenbrunnen Offenburg

Offenburg
Ausgerechnet am Fischmarkt befindet sich der Löwenbrunnen. Dieser stammt aus der Spätrenaissance, wie die Jahrezahl 1599 am Postament bestätigit. Dieser Datierung entsprichtauch die zeittypische Gestaltung der manieriert wirkenden bauchigen Säule, die durchaus an damals verbreitete Vorlagenbücher erinnert. Auf dieser Säule hält ein Löwe ein doppeltes Wappenschild. Diese zeigt das Reichs- und das Stadtwappen. Weiter Löwenköpfe zieren die Brunneneinfassung, von der nach Westen blickende wahrscheinlich den Offenburger Gemeinderat August Eduard Derndinger darstellt, der für die Pflege des Brunnen verantwortlich war.
Offenburg, Stadtkirche Hl. Kreuz
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Heilig-Kreuz-Kirche Offenburg

Offenburg
Die dreischiffige Heilig-Kreuz-Kirche (13. Jh.) mit dominantem dreistöckigen Turm ist nach einem Stadtbrand 1689 als prunkvoller Barockbau wiedererstanden. Pfeilerreihen trennen das Langhaus ist in drei Kirchenschiffe. Der spätbarocke Hochaltar stammt von 1740, und im Josefs-Chörlein genannten linken Seitenchor gibt es eine Renaissance-Kruzifix von 1521. Am bekanntesten dürfte der Ölberg sein: Die Darstellung dieser biblischen Geschichte in einer Nische: Vor einer Stadtszenerie sehen wir die Jünger Petrus, Johannes und Jakobus, dahinter den betenden Heiland.
Oberkirch, Ruine Schauenburg
Tipp der ADAC Redaktion
Landschaft

Ruine Schauenburg

Oberkirch
Die 1070-90 gebaute Schauenburg war die größte Wehranlage Mittelbadens. Kurios auf dieser Höhe ist der tiefe Wassergraben, der zum Schutz vor Eindringlingen geflutet wurde.
Offenburg, Marktplatz
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Marktplatz Offenburg

Offenburg
Die Stadt bietet viel Raum zum Flanieren vor allem auf der breiten Hauptstraße und am Marktplatz. Diesen säumen einige der schönsten Gebäude Offenburgs: das reich geschmückte Rathaus von 1741 neben der Ursulasäule von 1960, das klassizistische Salzhaus, die Einhorn-Apotheke (1720-72) mit kunstvollem Barockgiebel und das Beck’sche Haus von 1760, eines der prächtigsten Bürgerhäuser der Stadt.
Oberkirch
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Oberkirch

Oberkirch
Das Weinstädtchen in der Ortenau schart sich um die neuromanische Kirche von 1863. Rundum gibt es stattliche Fachwerkhäuser, schmale Gassen und lauschige Plätze – rauschend durchflossen von einem Arm der Rench. Zahlreiche Hausbrennereien veredeln in Oberkirch den Obstüberfluss der Gegend zu wohlschmeckenden Edelobstbränden.
Offenburg
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Offenburg

Offenburg
Gelegen in der Ortenau zwischen Schwarzwald und Straßburg, bietet Offenburg die perfekte Kulisse für einen Zwischenstopp oder einen längeren Urlaub. Auch als Ausgangsstation für Ausflüge in die Umgebung ist die baden-württembergische Stadt ideal. Zu den lohnenswerten Sehenswürdigkeiten gehört das historische Rathaus. Spaziergänge durch die malerischen Weinberge oder ein Rundgang durch den historischen Stadtkern sorgen für abwechslungsreiche Tage auf der Reise. Ein Abstecher ins benachbarte Elsass ist ebenfalls zu empfehlen. Bummel durch die Altstadt: Offenburg-Reisetipps Der historische Stadtkern Offenburgs gestaltet sich mit unterschiedlichen Baustilen aus verschiedenen Epochen sehr vielfältig. So setzt sich das Rathaus aus zwei Bauteilen zusammen: Das Hauptgebäude wurde im Jahr 1741 von Baumeister Mathias Fuchs errichtet, während das ältere Nebengebäude aus dem Jahr 1521 stammt. Auf dem Rathausplatz ist mit der Ursulasäule auch das Wahrzeichen der Stadt zu finden. Die Skulptur stellt die Schutzpatronin der Stadt dar, die Heilige Ursula. Weiter geht es zum Narrenbrunnen am Lindenplatz, der an die Fastnachtstradition der Stadt erinnert. Offenburg-Routenplaner zu den Highlights der Region Ausflugsziele rund um die Stadt am Ende des Kinzigtals machen das Urlaubsziel attraktiv für Weinfans: Der östlich gelegene Ortsteil Rammersweier ist bekannt für den Weinanbau und unter anderem servieren die Winzerbetriebe einen schmackhaften Spätburgunder Rotwein. Interessant ist ein Ausflug zum Schloss Ortenberg, das oberhalb des gleichnamigen Ortes thront. Bei Reisezeit im Sommer sind der obere Burghof und die Turmanlage frei zugänglich. Vom Turm aus bietet sich ein toller Panoramablick.
Offenburg, Ins nördliche Elsass
Tipp der ADAC Redaktion
Touren

Ins nördliche Elsass

Offenburg
Von Straßburg geht es über die Weinstraße hoch in die Vogesen über zahlreiche Pässe, die in Frankreich Col genannt werden.
Durbach
Tipp der ADAC Redaktion
 

Durbach

 
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Reiseführer-Themen

Das Schwabenland - vielfältige Landschaften, vielfältige Menschen

Die unterschiedlichen Temperamente von Neckar und Donau, messbar etwa in Fließgeschwindigkeit, haben das Schwabenland nachhaltig geprägt. Entlang des regeren Neckars liegt das wirtschaftliche und politische Zentrum Südwestdeutschlands, während es an der gemächlich dahinströmenden Donau eher beschaulich zugeht. Liebliches Unterland So finden sich im Unterland am ­Neckar beste Böden in lieblichen Flusstälern, deren mildes Klima schon von den Römern für den Anbau guter Weine entdeckt wurde. Der aus der Landwirtschaft erwachsende Wohlstand ließ bereits im Mittelalter viele Städte mit Fachwerkhäusern und mächtige Burgen  gedeihen. Nach dem Motto ›Guter Tropfen hebt die Laune‹ genießen die hiesigen Schwaben den Ruf, redseliger und lebens­lustiger zu sein als ihre wortkargen Stammesgenossen auf der Alb. Droben im Oberland Bis knapp über 1000 m erhebt sich die Schwäbische Alb. Zwischen ihren schroffen weißen Jurawänden erstreckt sich eines der burgenreichsten Gebiete Deutschlands. Gut beschilderte Wege machen die Hochflächen mit ihren Wacholderheiden und stillen Dörfern zum beliebten Wanderziel. Weiter im Süden hat sich die Donau durch das Juragestein der Alb genagt und eine einzigartige bizarre Felslandschaft geformt. Hier entstand durch die Verbindung zum katholischen Bayern eine tradi­tionsverhaftete, lebensfrohe Kultur mit Kirchen und Klöstern im sinnesfrohen Barock und Rokoko.
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Schwäbische Küche: Gaumenfreuden wie Gott im Ländle

Des Schwaben Leibspeise sind selbstgemachte Spätzle. Der Teig aus Eiern, Mehl, Wasser und Salz wird entweder durch die Spätzlepresse gedrückt, gehobelt (dann sind es Knöpfle) oder – traditionell – von einem Brett Spätzle für Spätzle in kochendes Wasser geschabt. Fertig ist, was oben schwimmt. Spätzle für Spätzle Spätzle lassen sich als eigenständiges Gericht mit Sauerkraut (Krautspätzle) oder mit Käse und gerös­te­ten Zwiebeln (Kässpätzle) genießen. Sie passen perfekt zu Zwiebelrost-, Kalbs- oder Schweinebraten, zu Hirsch, Hase oder Reh. Preiselbeeren und eine feine Rahmsoße mit Pilzen runden das Ganze trefflich ab. Spätzle sind auch die Beilage zu Linsen: Mit einem Schuss Essig, mit Saiten (sie sind den Wiener Würstchen verwandt) und Rauchfleisch überzeugt dieses Gericht auch Nichtschwaben.  Versteckte Fleischeslust  Wer an Schwäbische Küche denkt, dem fallen sofort Maultaschen ein, eine alte Fastenspeise, mittels derer man Fleisch vor Dorfpfarreraugen getarnt servieren konnte. Ob in Fleischbrühe schwimmend oder in der Pfanne in Butter geschmälzt und mit gerösteten Zwiebeln bestückt – die original, mit klein gehacktem Fleisch und Spinat gefüllten Nudelteigtaschen mun­den am besten frisch zubereitet. Dazu schmeckt ein schwäbischer Kar­toffelsalat: Gekochte Kartoffeln werden in feine Scheiben gerädelt, dann mit Pfeffer, Salz, Zwiebeln, Essig und Fleischbrühe angemacht. Zum Schluss noch ein ›Schucker‹ Öl, bis der Salat schmatzt. Schwäbisch ist auch das Vesper, eine kalte Brotzeit mit Schinkenwurst, ­Leberkäse, Landjäger, Schwartenmagen, Sülze, Eisbein oder Kasseler Ripple. Dazu gibt es Laugenbrezeln und Laugenbrötchen sowie eingelegte saure Gürkchen, und natürlich darf Senf nicht fehlen. Dazu trinkt man Bier, Wein, sauren Sprudel (Mineralwasser) oder – klassisch Most. Süßes aus dem Ofen Dampfnudeln mit Backobst oder ­Vanillesoße stillen süße Gelüste, auch Ofenschlupfer aus geschichteten trockenen Weißbrotscheiben und Apfelringen samt Zimt und Zucker, getränkt mit einer Mixtur aus Eiern, Milch und Sahne sind eine schwäbische Süßspeisenspezialität.
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Baden-Württemberg - The Länd - punktet mit Erfindern und Schriftstellern

»Wir können alles. Außer Hochdeutsch.« Diese volksnahe Imageparole von Baden-Württemberg, das sich selbst The Länd nennt, ist längst ein vielzitierter Klassiker. Nicht zu vergessen: »Was sie nicht haben, erfinden sie einfach.« Erfindergeist Den Büs­tenhalter zum Beispiel und die Zeitung, den VW-Käfer, den Dübel, den Leitz-Ordner, die Feuerversicherung, die Motorsäge, den Konsumverein oder gar ein Solarluftschiff. Viele dieser Schöpfungen hatten ihren Ursprung im Kopf eines Schwaben. Schwäbische Erfinder, aber auch große Poeten und geistreiche Philosophen haben im Lauf der Jahrhunderte in auffällig großer Zahl ihre Kreativität unter Beweis gestellt und zum wirtschaftlichen wie geis­tigen Wohlstand der Region beigetragen.  Literatur von Hölderlin bis Hermann Hesse Die reizvolle Landschaft, namentlich die um die alte Universitätsstadt Tübingen, hat Schriftsteller wie Ludwig Uhland, Friedrich Hölderlin, Wilhelm Hauff und Hermann Hesse in ihren Bann gezogen. Auch der Ludwigsburger Eduard Mörike und Friedrich Schiller aus Marbach ließen sich durch die besondere Aura des Ländles inspirieren. Heute sind 90 Museen und Gedenkstätten im Dachverband Literaturland Baden-Württemberg vereint. Dieser organisiert Ausstellungen und andere Events und informiert über Literarische Radwege. Erfinder in The Länd: von Kepler und Daimler bis Bosch Im Gegensatz zu den Poeten sind die großen Tüftler des Schwabenlandes nicht durch eine Denkmalstraße erfahrbar. Ihre Patente aber prägen heute die Welt. Der aus Ahlbeck bei Ulm stammende Robert Bosch etwa entdeckte 1902 die Hochspannungs-Magnetzündung und brachte so den Verbrennungsmotor in Schwung.  Ab 1883 entwickelten Gottfried Daimler aus Schorndorf und sein Freund Wilhelm Maybach in einem Gartenhaus in Stuttgart-Bad Cannstatt den ersten schnell laufenden Benzinmotor. 1885 betrieben sie damit erfolgreich ein Zweirad, 1886 dann ein Boot. Im selben Jahr ratterte auch Daimlers erster Kraftwagen von Cannstatt nach Untertürkheim. Heute beschreibt hier das Mercedes-Benz-Museum Automobilgeschichte.  Innovationsgeist machte in Schwaben aber schon lange zuvor Schule. Das astronomische Fernrohr erfand 1611 Johannes Kepler aus dem heutigen Weil der Stadt. Ab 1770 konstruierte Philipp Matthäus Hahn in Onstmettingen die erste brauchbare Rechenmaschine und schließlich die erste gewichtslose Waage. Und die frühesten Kunstwerke der Menschheit sind die 40 000 Jahre alten Elfenbeinfiguren aus den Höhlen der Schwäbischen Alb.
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Fachwerk im Elsass - Mobile Homes des Mittelalters

Es fehlte nicht viel, und das architektonische Erbe eines halben Jahrtausends wäre der Modernisierungswut zum Opfer gefallen. Denn nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wollten sich die Menschen im Elsass der neuen, aufschwungfreudigen Zeit anpassen und begannen, ihre Fachwerkhäuser zu übertünchen, mit Kunststoffen zu verkleiden oder gleich ganz abzureißen und durch moderne Bauten zu ersetzen.  Geliebtes Fachwerk Zum Glück gab es jedoch etliche ­Elsässer, die sich rechtzeitig auf den besonderen Wert dieser traditionellen Bauweise besannen, mit dem Ergebnis, dass das Elsass heute eine der Vorzeigeregionen für klassischen Fachwerkbau ist. Und dies nicht nur in Freilichtmuseen zum Anschauen wie dem Ecomusée bei Ungersheim. In der ganzen Region werden Fachwerkbauten liebevoll gehegt und gepflegt sowie mit Sprossenfenstern, Erkern, schneeweißen Gardinen und farbenfrohen Blumenkästen geschmückt.  Skelett aus Holz Vom 12. bis 19. Jh. errichteten die Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Teilen Skandinaviens ihre Behausungen fast ausschließlich in Fachwerktechnik. Die dafür erforderlichen Materialien waren überall verfügbar. Allen voran Holz, das damals in den riesigen Wäldern im Überfluss vorhanden war. Aus soliden Stämmen, meist aus ­Eiche, fertigten die Baumeister ein Skelett, das sie anschließend mit einem Gemisch aus Lehm, Stroh, Weidengeflecht sowie Back- oder Bruchsteinen ausfüllten.  Die hölzernen Querverstrebungen bestanden nicht selten aus eigenwilligen, auch abgerundeten Konturen, die gleichzeitig der Absicherung und der Verzierung dienten. Wer etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte, brachte darauf Schnitzereien oder Bemalungen an.  Umzug mit Haus Die einzelnen Balken waren verzapft und mit Holznägeln gesichert, sodass die Konstruktion bei Bedarf in Teilen oder als Ganzes abgeschlagen, transportiert und anderswo neu aufgebaut werden konnte. Mischstile blieben nicht aus. So ist der Fachwerkstil der elsässischen Maisons à colombage dem alemannischen Fachwerk in Südwestdeutschland und der Schweiz ähnlich. Manche Dorfbilder zwischen Straßburg und Ferrette ließen sich auch ebenso gut in Deutschland finden. Farbenfrohe Fassaden Inzwischen entwickeln viele Eigentümer allerdings auch einen eigenen, nicht immer historisch getreuen Stil, indem sie den Farbauftrag zwischen den Balken variieren und auch kräftige Farben nicht scheuen.  Einen guten Überblick über alle Spielarten des elsässischen Fachwerks bietet das schon erwähnte Ecomusée bei Ungersheim (Nr. 34), das auf einem weiten Areal 80 Originalhäuser, vorwiegend aus dem südlichen Elsass und dem Sundgau, präsentiert. 
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