Route planenMerklisten
Menü

Ötigheim

Highlights & Sehenswertes

Aktivitäten
Landschaft
Bauwerke
Museen
Ortsbild
Touren
Gesundheit
Veranstaltungen
Einkaufen
Gastronomie
Unterkünfte
Camping
Tankstellen
Ladestationen
Service
ADAC vor Ort
Ötigheim, Freilichtbühne Ötigheim
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Freilichtbühne Ötigheim

Ötigheim
Auf den von Amateurtheatern bespielten Freilichtbühnen in Deutschland ist die im baden-württembergischen Ötigheim die größte. Sie wird seit 1906 betrieben und inszeniert vor bis zu 4000 Zuschauern Klassiker, Musicals und Märchen. Bis zu 400 Akteure, zum größten Teil Laiendarsteller, haben auf der Bühne Platz. Während der Wintermonate finden in Ötigheim Theatervorstellungen in der Kleinen Bühne, einem ca. 90 Zuschauerplätze umfassenden Zimmertheater der Volksschauspiele in der Kirchstraße 5 statt.
Rastatt-Förch, Schloss Favorite
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Schloss Favorite

Rastatt-Förch
Die barocke Schloss- und Parkanlage Favorite wurde für Sibylla Augusta, die Witwe des ›Türkenlouis‹, 1710-30 errichtet. Die Fassade zeigt einen Kieselsteinputz, wie es zeitgleich beim Bau von Grotten modern war. Im üppig ausgestatteten Lustschloss erklärt eine Ausstellung Baugeschichte und Funktion der Favorite. Zum spätbarocken Raumdekor gehört eine Sammlung mit Porzellan und Fayencen aus aller Welt. Im englischen Landschaftsgarten befindet sich die Eremitage mit der schlichten Magdalenenkapelle, in die sich die Markgräfin zurückzog, umgeben von den Wachsfiguren der hl. Familie.
Rastatt, Residenzschloss Rastatt
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Residenzschloss Rastatt

Rastatt
Das sandsteinrote Residenzschloss ist die älteste Barockresidenz am Oberrhein. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, wegen seiner Erfolge in den Türkenkriegen ›Türkenlouis‹ genannt, ließ sie 1698-1705 errichten. Seinem italienischen Architekten Domenico Egidio Rossi dienten Schloss Versailles und Wiener Palais als Vorbild. Prunkvollster Raum der Dreiflügelanlage mit weitem Ehrenhof ist der Ahnensaal, der als Festsaal und Galerie mit Porträts der Markgrafenfamilie diente. Sein Stuck zeigt Kriegsgerät und Figuren. Das Deckengemälde ›Herkules Aufnahme in den Olymp‹ glorifiziert den Markgrafen als Heros, Halbgott, nimmermüden Verteidiger des Christentums. Das Schloss beherbergt das Wehrgeschichtliche Museum und die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, das im liberalen Urland Baden deutsche Freiheitskämpfe bis 1989 dokumentiert.
Rastatt, Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Rastatt
Das Bundesarchiv-Erinnerungstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte hat seinen Sitz im Rastätter Schloss. Hier präsentiert es ein Dauerausstellung zur Geschichte der Freiheitsbewegung im 19. Jh., wobei Rastatt 1848/49 Ausgangspunkt der Badischen Revolution war. Im Schloss war das Hauptquartier der Freiheitskämpfer, die hier im Mai 1849 revoltiert hatten, um die Verfassung der Nationalversammlung zu verteidigen. Am 23. Juli 1849 waren sie dann aber zur Kapitulation gezwungen und fanden sich im Ahnensaal des Schlosses vor einem preußischen Standgericht wieder. Aber auch die Entwicklungen bis zur Friedlichen Revolution 1989, die oppositionellen Bewegungen und der Widerstand in der DDR sind ein Thema in der Ausstellung.
Rastatt, Wehrgeschichtliches Museum
Tipp der ADAC Redaktion
Museen

Wehrgeschichtliches Museum

Rastatt
Das Schloss beherbergt das Wehrgeschichtliche Museum, das viele Jahrhunderte Militärgeschichte darstellt. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Südwestdeutschen Raum. Thematisiert wird das Verhältnis von Staat, Gesellschaft und Militär und so die Militärgeschichte vor dem Hintergund der gesellschaftlichen Zusammenhänge präsentiert. Die Zeitspanne vom Mittelalter zur der frühen Neuzeit illustriert der Wandel der Kriegsführung, abzulesen an ausgestellten Ritterrüstungen, Armbrüsten und Feuerwaffen. Ein weiterer Ausstellungsteil zeigt ein Diorama der Schlacht von Slankamen nördlich von Belgrad, bei der am 19. August 1691 das kaiserliche Heer unter dem Befehl Markgraf Ludwig Wilhelms von Baden, genannt Türkenlouis, die osmanischen Truppen besiegte und so den Großteil Ungarns behaupten konnte. Weitere Bereiche widmen sich den Umwälzungen der Kriegstakti mit der Französischen Revolution und den Befreiungskriegen, den Heeresumstrukturierungen im 19. Jh., bis hin zum ersten maschinellen industriellen Krieg, dem 1. Weltkrieg.
Rastatt-Förch, Eremitage
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Eremitage

Rastatt-Förch
Die Einsiedelei, französiche Eremitage, im Park von Schloss Favorite in Rastatt war der stille Rückzugsort der Markgräfin Sibylla Augusta für Bußübungen und Gebete. Schlicht und schmucklos blieb das 1717-18 gebaute achteckige Gebäude und steht so im Kontrast zum prächtigen Barockschloss. Innen bildet eine Kapelle das Zentrum, um dass sich ein Kranz von sieben Kapellen organisiert. Darin stellen große Wachsfiguren mit echten Haaren in historischen Gewändern biblische Szenen nach, u.a. eine Tischszene mit Maria, Josef und Jesusknaben. Die Anlage besuchte Mark Twain und beschrieb sie 1880 in seinem Buch Bummel durch Europa als schauerlichen Ort. Er hatte kein Verständnis für die barocke Frömmigkeit der Markgräfin und kolportierte das Gerücht, die Markgräfin habe die letzten zwei Jahre ihres Lebens in der seltsamen Höhle (der Eremitage) verbracht habe, … nachdem sie sich eine abschließende, triumphale und gründliche Orgie gegönnt hatte. Die Wachsfiguren beschrieb er wie folgt: tote Gestalten mit Haarschöpfen, mit leichenhafter Gesichtsfarbe und an Fische erinnernden Glasaugen.
Rastatt, Historisches Rathaus
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Rathaus Rastatt

Rastatt
Am Marktplatz wurde ab 1716 das Rathaus nach Plänen von Johann Michael Ludwig Rohrer gebaut, der erste Bauabschnitt war 1721 vollendet. Zum Markplatz richtet es seine dreistöckige Giebelfront mit fünf Fensterachsen. Fenster und Eckrisalite sind aus rotem Sandstein, ebenso der Balon im ersten Stock über dem Portal. Einst waren die Arkaden im Erdgeschoss allesamt offen, so dass jeder Zugang zur offenen Halle hatte.
Rastatt, Stadtkirche St. Alexander
Tipp der ADAC Redaktion
Bauwerke

Stadtkirche St. Alexander

Rastatt
1702 begannen erste Arbeiten an Fundamenten nach Plänen des italienischen Architekten Domenico Egidio Rossi. Der Spanische Erbfolgekrieg von 1701-14 verhinderte aber den Bau der Kirche. Ab 1730 wurde wieder geplant, aber erst ab 1756 wurden die Pläne des markgräflichen Baumeisters Johann Peter Ernst Rohrer (1687-1762) verwirklicht und es entstand die barocke Alexanderkirche.
Rastatt
Tipp der ADAC Redaktion
Ortsbild

Rastatt

Rastatt
Das Barockviertel Rastatts liegt in einer Schleife der Murg. Der Grundriss ist rechtwinklig, die Häuser sind meist zweistöckig. Am Marktplatz mit etlichen Brunnen und Standbildern setzen die katholische Stadtkirche St. Alexander (1756-64) und das gegenüberliegende Rathaus mit breiter barocker Giebelfront Akzente.
Ötigheim entdecken
Anzeige
Kroatien
Raus aus dem Alltag: Natur pur in Kroatien
Jetzt entdecken!

Beliebte Ziele in Baden-Württemberg

Erlebnisse in der Nähe

Angebote für unvergessliche Momente
202601126964f2a2a5c03.jpg
ab 53,00 €
Jetzt buchen
Self-guided digital scavenger hunt in Baden-Baden
ab 12,99 €
Jetzt buchen
ab 12,99 €
Jetzt buchen
Wild plant foraging guided walk in Baden-Baden
ab 39,00 €
Jetzt buchen
202601126964f2a2a5c03.jpg
ab 53,00 €
Jetzt buchen
202506066842a4c72a8ae.jpg
ab 10,00 €
Jetzt buchen
24-hour Karlsruhe hop-on hop-off bus tour
ab 20,00 €
Jetzt buchen
ab 89,90 €
Jetzt buchen
ab 74,90 €
Jetzt buchen
ab 89,90 €
Jetzt buchen
2025070268651294c0152.jpg
ab 69,00 €
Jetzt buchen
20260211698c5f3ecbd20.jpeg
ab 129,00 €
Jetzt buchen
ab 12,99 €
Jetzt buchen
Self-guided digital scavenger hunt in Karlsruhe
ab 12,99 €
Jetzt buchen
Small-group guided running city tour in Karlsruhe
ab 53,00 €
Jetzt buchen
2026042369ea2b11a7505.jpg
ab 39,00 €
Jetzt buchen
Karlsruhe wild plant foraging guided walk
ab 39,00 €
Jetzt buchen
20260128697a5530f09a7.png
ab 59,00 €
Jetzt buchen

Orte und Regionen in der Umgebung

Anzeige
Kroatien
Entspannen mit Fjaka und Pomalo in Kroatien
Jetzt mehr erfahren!
ADAC Informationsservice - Bleiben Sie auf dem Laufenden
Mehr Infos zur Einwilligung
Highlights
Sehenswürdigkeiten in Frankfurt
Mehr erfahren

Reiseführer-Themen

Das Schwabenland - vielfältige Landschaften, vielfältige Menschen

Die unterschiedlichen Temperamente von Neckar und Donau, messbar etwa in Fließgeschwindigkeit, haben das Schwabenland nachhaltig geprägt. Entlang des regeren Neckars liegt das wirtschaftliche und politische Zentrum Südwestdeutschlands, während es an der gemächlich dahinströmenden Donau eher beschaulich zugeht. Liebliches Unterland So finden sich im Unterland am ­Neckar beste Böden in lieblichen Flusstälern, deren mildes Klima schon von den Römern für den Anbau guter Weine entdeckt wurde. Der aus der Landwirtschaft erwachsende Wohlstand ließ bereits im Mittelalter viele Städte mit Fachwerkhäusern und mächtige Burgen  gedeihen. Nach dem Motto ›Guter Tropfen hebt die Laune‹ genießen die hiesigen Schwaben den Ruf, redseliger und lebens­lustiger zu sein als ihre wortkargen Stammesgenossen auf der Alb. Droben im Oberland Bis knapp über 1000 m erhebt sich die Schwäbische Alb. Zwischen ihren schroffen weißen Jurawänden erstreckt sich eines der burgenreichsten Gebiete Deutschlands. Gut beschilderte Wege machen die Hochflächen mit ihren Wacholderheiden und stillen Dörfern zum beliebten Wanderziel. Weiter im Süden hat sich die Donau durch das Juragestein der Alb genagt und eine einzigartige bizarre Felslandschaft geformt. Hier entstand durch die Verbindung zum katholischen Bayern eine tradi­tionsverhaftete, lebensfrohe Kultur mit Kirchen und Klöstern im sinnesfrohen Barock und Rokoko.
Mehr erfahren

Schwäbische Küche: Gaumenfreuden wie Gott im Ländle

Des Schwaben Leibspeise sind selbstgemachte Spätzle. Der Teig aus Eiern, Mehl, Wasser und Salz wird entweder durch die Spätzlepresse gedrückt, gehobelt (dann sind es Knöpfle) oder – traditionell – von einem Brett Spätzle für Spätzle in kochendes Wasser geschabt. Fertig ist, was oben schwimmt. Spätzle für Spätzle Spätzle lassen sich als eigenständiges Gericht mit Sauerkraut (Krautspätzle) oder mit Käse und gerös­te­ten Zwiebeln (Kässpätzle) genießen. Sie passen perfekt zu Zwiebelrost-, Kalbs- oder Schweinebraten, zu Hirsch, Hase oder Reh. Preiselbeeren und eine feine Rahmsoße mit Pilzen runden das Ganze trefflich ab. Spätzle sind auch die Beilage zu Linsen: Mit einem Schuss Essig, mit Saiten (sie sind den Wiener Würstchen verwandt) und Rauchfleisch überzeugt dieses Gericht auch Nichtschwaben.  Versteckte Fleischeslust  Wer an Schwäbische Küche denkt, dem fallen sofort Maultaschen ein, eine alte Fastenspeise, mittels derer man Fleisch vor Dorfpfarreraugen getarnt servieren konnte. Ob in Fleischbrühe schwimmend oder in der Pfanne in Butter geschmälzt und mit gerösteten Zwiebeln bestückt – die original, mit klein gehacktem Fleisch und Spinat gefüllten Nudelteigtaschen mun­den am besten frisch zubereitet. Dazu schmeckt ein schwäbischer Kar­toffelsalat: Gekochte Kartoffeln werden in feine Scheiben gerädelt, dann mit Pfeffer, Salz, Zwiebeln, Essig und Fleischbrühe angemacht. Zum Schluss noch ein ›Schucker‹ Öl, bis der Salat schmatzt. Schwäbisch ist auch das Vesper, eine kalte Brotzeit mit Schinkenwurst, ­Leberkäse, Landjäger, Schwartenmagen, Sülze, Eisbein oder Kasseler Ripple. Dazu gibt es Laugenbrezeln und Laugenbrötchen sowie eingelegte saure Gürkchen, und natürlich darf Senf nicht fehlen. Dazu trinkt man Bier, Wein, sauren Sprudel (Mineralwasser) oder – klassisch Most. Süßes aus dem Ofen Dampfnudeln mit Backobst oder ­Vanillesoße stillen süße Gelüste, auch Ofenschlupfer aus geschichteten trockenen Weißbrotscheiben und Apfelringen samt Zimt und Zucker, getränkt mit einer Mixtur aus Eiern, Milch und Sahne sind eine schwäbische Süßspeisenspezialität.
Mehr erfahren

Baden-Württemberg - The Länd - punktet mit Erfindern und Schriftstellern

»Wir können alles. Außer Hochdeutsch.« Diese volksnahe Imageparole von Baden-Württemberg, das sich selbst The Länd nennt, ist längst ein vielzitierter Klassiker. Nicht zu vergessen: »Was sie nicht haben, erfinden sie einfach.« Erfindergeist Den Büs­tenhalter zum Beispiel und die Zeitung, den VW-Käfer, den Dübel, den Leitz-Ordner, die Feuerversicherung, die Motorsäge, den Konsumverein oder gar ein Solarluftschiff. Viele dieser Schöpfungen hatten ihren Ursprung im Kopf eines Schwaben. Schwäbische Erfinder, aber auch große Poeten und geistreiche Philosophen haben im Lauf der Jahrhunderte in auffällig großer Zahl ihre Kreativität unter Beweis gestellt und zum wirtschaftlichen wie geis­tigen Wohlstand der Region beigetragen.  Literatur von Hölderlin bis Hermann Hesse Die reizvolle Landschaft, namentlich die um die alte Universitätsstadt Tübingen, hat Schriftsteller wie Ludwig Uhland, Friedrich Hölderlin, Wilhelm Hauff und Hermann Hesse in ihren Bann gezogen. Auch der Ludwigsburger Eduard Mörike und Friedrich Schiller aus Marbach ließen sich durch die besondere Aura des Ländles inspirieren. Heute sind 90 Museen und Gedenkstätten im Dachverband Literaturland Baden-Württemberg vereint. Dieser organisiert Ausstellungen und andere Events und informiert über Literarische Radwege. Erfinder in The Länd: von Kepler und Daimler bis Bosch Im Gegensatz zu den Poeten sind die großen Tüftler des Schwabenlandes nicht durch eine Denkmalstraße erfahrbar. Ihre Patente aber prägen heute die Welt. Der aus Ahlbeck bei Ulm stammende Robert Bosch etwa entdeckte 1902 die Hochspannungs-Magnetzündung und brachte so den Verbrennungsmotor in Schwung.  Ab 1883 entwickelten Gottfried Daimler aus Schorndorf und sein Freund Wilhelm Maybach in einem Gartenhaus in Stuttgart-Bad Cannstatt den ersten schnell laufenden Benzinmotor. 1885 betrieben sie damit erfolgreich ein Zweirad, 1886 dann ein Boot. Im selben Jahr ratterte auch Daimlers erster Kraftwagen von Cannstatt nach Untertürkheim. Heute beschreibt hier das Mercedes-Benz-Museum Automobilgeschichte.  Innovationsgeist machte in Schwaben aber schon lange zuvor Schule. Das astronomische Fernrohr erfand 1611 Johannes Kepler aus dem heutigen Weil der Stadt. Ab 1770 konstruierte Philipp Matthäus Hahn in Onstmettingen die erste brauchbare Rechenmaschine und schließlich die erste gewichtslose Waage. Und die frühesten Kunstwerke der Menschheit sind die 40 000 Jahre alten Elfenbeinfiguren aus den Höhlen der Schwäbischen Alb.
Mehr erfahren

Fachwerk im Elsass - Mobile Homes des Mittelalters

Es fehlte nicht viel, und das architektonische Erbe eines halben Jahrtausends wäre der Modernisierungswut zum Opfer gefallen. Denn nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wollten sich die Menschen im Elsass der neuen, aufschwungfreudigen Zeit anpassen und begannen, ihre Fachwerkhäuser zu übertünchen, mit Kunststoffen zu verkleiden oder gleich ganz abzureißen und durch moderne Bauten zu ersetzen.  Geliebtes Fachwerk Zum Glück gab es jedoch etliche ­Elsässer, die sich rechtzeitig auf den besonderen Wert dieser traditionellen Bauweise besannen, mit dem Ergebnis, dass das Elsass heute eine der Vorzeigeregionen für klassischen Fachwerkbau ist. Und dies nicht nur in Freilichtmuseen zum Anschauen wie dem Ecomusée bei Ungersheim. In der ganzen Region werden Fachwerkbauten liebevoll gehegt und gepflegt sowie mit Sprossenfenstern, Erkern, schneeweißen Gardinen und farbenfrohen Blumenkästen geschmückt.  Skelett aus Holz Vom 12. bis 19. Jh. errichteten die Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Teilen Skandinaviens ihre Behausungen fast ausschließlich in Fachwerktechnik. Die dafür erforderlichen Materialien waren überall verfügbar. Allen voran Holz, das damals in den riesigen Wäldern im Überfluss vorhanden war. Aus soliden Stämmen, meist aus ­Eiche, fertigten die Baumeister ein Skelett, das sie anschließend mit einem Gemisch aus Lehm, Stroh, Weidengeflecht sowie Back- oder Bruchsteinen ausfüllten.  Die hölzernen Querverstrebungen bestanden nicht selten aus eigenwilligen, auch abgerundeten Konturen, die gleichzeitig der Absicherung und der Verzierung dienten. Wer etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte, brachte darauf Schnitzereien oder Bemalungen an.  Umzug mit Haus Die einzelnen Balken waren verzapft und mit Holznägeln gesichert, sodass die Konstruktion bei Bedarf in Teilen oder als Ganzes abgeschlagen, transportiert und anderswo neu aufgebaut werden konnte. Mischstile blieben nicht aus. So ist der Fachwerkstil der elsässischen Maisons à colombage dem alemannischen Fachwerk in Südwestdeutschland und der Schweiz ähnlich. Manche Dorfbilder zwischen Straßburg und Ferrette ließen sich auch ebenso gut in Deutschland finden. Farbenfrohe Fassaden Inzwischen entwickeln viele Eigentümer allerdings auch einen eigenen, nicht immer historisch getreuen Stil, indem sie den Farbauftrag zwischen den Balken variieren und auch kräftige Farben nicht scheuen.  Einen guten Überblick über alle Spielarten des elsässischen Fachwerks bietet das schon erwähnte Ecomusée bei Ungersheim (Nr. 34), das auf einem weiten Areal 80 Originalhäuser, vorwiegend aus dem südlichen Elsass und dem Sundgau, präsentiert. 
Mehr erfahren

Beliebte Regionen und Orte

Top Routen